Weltweit erlebt die Photovoltaik einen außerordentlichen Zuwachs. Dies spiegelt sich wider in einer positiven Kursentwicklung der Börsen notierten Unternehmen.
Neben den Hauptmärkten Deutschland, Japan und USA findet Photovoltaik auch in anderen Regionen zunehmendes Interesse. Bis 2010 wird insgesamt eine jährliche Wachstumsrate von 24 Prozent prognostiziert.
Strom aus der Photovoltaik wird entweder direkt in das Netz eingespeist oder kann auch zur Netz unabhängigen Stromversorgung mobiler Anlagen und Geräte genutzt werden.
Dabei bestehen noch große Optimierungspotenziale: in der Erhöhung der Wirkungsgrade bei Siliziumzellen, bei der Verbesserung der Effizienz der Herstellungsprozesse oder bei neuen organischen Materialien für den Einsatz in mobilen Geräten.
Neue Ansätze in Design und Gestaltung für die Integration in architektonische Konzepte erhöhen zudem die Attraktivität der Photovoltaikanlagen.
Vor diesem Hintergrund konzipiert und organisiert die Bayern Innovativ GmbH als Projektträger des Bayerischen Energie-Forums in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung, ZAE, und mit besonderer Unterstützung durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie das Kooperationsforum „Hocheffiziente Photovoltaik“ in München.
Führende Experten der Energiebranche geben Einblick in Weiterentwicklungen der Photovoltaik
Professor Joachim Luther vom Fraunhofer Institut für solare Energiesysteme ISE Freiburg, herausragender Energiewissenschaftler und Träger des Deutschen Umweltpreises 2005, gibt einen Überblick über Entwicklungstrends für hocheffiziente Photovoltaik.
Weitere Experten aus Industrie und Forschung berichten über individuelle Lösungsansätze zur Erhöhung der Wirkungsgrade von PV-Zellen wie z.B. beidseitige Lichtnutzung, Mehrfachsolarzellen oder der Einsatz neuer Materialien.
Für die Herstellung von Solarzellen werden neue Technologien wie das Bandziehverfahren vorgestellt. Attraktive Beispiele für Design und Gestaltung sind biegsame Solarzellen und insbesondere die dachintegrierte Photovoltaikanlage der neuen BMW-Welt in München.
Verfügbarkeit von Silizium ist Basis für Wachstum
Die Verfügbarkeit von Silizium ist eine wichtige Voraussetzung für weiteres Wachstum. Ein Zeichen hierfür ist die Akquisition der Solargruppe von Shell durch Solar World.
Vor diesem Hintergrund ist die Investition von Wacker für den Ausbau der Polysiliziumproduktion am Standort Burghausen ein besonders ermutigendes Signal. Zusammen mit den bereits laufenden Erweiterung wird ab 2008 die Produktionskapazität bis zu 9.000t Polysilizium pro Jahr betragen. Damit wird dem Nachfrageschub vor allem von der Photovoltaik-Industrie Rechnung getragen.
Über 350 Teilnehmer spiegeln hohe Branchenresonanz
Über 350 Teilnehmer aus Bayern, dem Bundesgebiet sowie aus Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich und Slowenien haben sich bereits angemeldet, darunter Unternehmen der gesamten Wertschöpfungskette wie z.B. BMW, EADS, E.ON Bayern, General Electric, Heraeus, Honeywell, Q-Cells, Saint-Gobain Schott Solar, Siemens oder Wacker sowie führende Institute wie ECN Solar Energy, Petten/NL, Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE, Freiburg, Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung ZSW, Stuttgart, oder das Institut für Solarenergieforschung ISFH Hameln.
„Die Verfügbarkeit von Energieressourcen ist gerade auch zur jetzigen Zeit von hoher Aktualität. Eine wichtige Alternative zu fossilen Energieträgern ist die effiziente Nutzung Erneuerbarer Energie wie zum Beispiel die Photovoltaik“, so Professor Josef Nassauer, Geschäftsführer der Bayern Innovativ GmbH. Das erhöhe die Verfügbarkeit von Energie und sei eine besondere Marktchance für energietechnische Unternehmen.
Das Forum bietet somit eine hervorragende Gelegenheit zur praxisnahen Information über neueste Technologien sowie für den Erfahrungsaustausch zwischen Experten und potenziellen Anwendern zur Initiierung weiterer Vorhaben in einem zukunftsorientierten Markt.
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