

Prof. Dr. Dr. Klaus Strein
Leiter Pharma-Forschung Deutschland
Roche Diagnostics GmbH
Nonnenwald 2
82377 Penzberg
Mit der Markteinführung von Insulin, Erythropoietin, G-CSF, Interferonen und anderen
rekombinant hergestellten therapeutischen Proteinen begann der Siegeszug von
Biopharmazeutika.
Die Möglichkeit, humanisierte und humane monoklonale Antikörper (Mab) zu generieren
und zu produzieren, ermöglichte eine weitere Welle von äußerst erfolgreichen
Biopharmazeutika. Heute können eine ganze Reihe von Erkrankungen deutlich besser
behandelt werden als noch vor 10 oder 15 Jahren. Beispiele hierfür sind:
Für die nächsten 10 Jahre sind weitere Fortschritte in der Therapie von Krebs und
Autoimmunerkrankungen zu erwarten. Für heute so gut wie nicht behandelbare
Erkrankungen wie z. B. Morbus Alzheimer, gewisse Formen von Muskelschwund etc.
befinden sich erfolgversprechende Biopharmazeutika in Forschung und Entwicklung.
Neue Therapeutika beruhen zum einen auf der Auffindung und Charakterisierung von neuen
molekularen Targets, um die Krankheit zu beeinflussen. Zum anderen wird intensiv an
Molekülen gearbeitet, die z. B. an molekulare Targets auf Tumoren binden und zusätzlich die
Immunabwehr aktivieren und damit die Möglichkeit eröffnen, Tumore oder anderes
erkranktes Gewebe noch besser ausschalten zu können.
Bei Roche in Penzberg ist es uns in den letzten Jahren gelungen, die volle
Wertschöpfungskette für die Forschung, Entwicklung und Produktion therapeutischer
Proteine/monoklonaler Antikörper zu etablieren bzw. auszubauen. Roche hat dafür viele
hundert Millionen Euro investiert und Arbeitsplätze geschaffen. Penzberg ist heute eines der
größten Biotech-Zentren Europas und innerhalb von Roche das alleinige „Center of
Excellence für therapeutische Proteine“ und somit bedeutendster Standort für Forschung und
Entwicklung von Biopharmazeutika.