Kooperationsforum

Biopharmaceuticals - Technologien für neue Therapeutika

Pressemitteilung

Biopharmaceuticals – Technologien für neue Therapeutika


• Anteil der Biopharmazeutika an neu zugelassenen Arzneimitteln 2006 in Deutschland 
  bei 31 Prozent

• Hochspezifische Wirkstoffe für Therapien komplexer Erkrankungen

Neue Generation biopharmazeutischer Wirkstoffe als Schwerpunkt

Nürnberg/Penzberg, 04.03.2008 Biotechnologisch hergestellte Arzneimittel gewinnen immer mehr an Bedeutung. Diese Biopharmazeutika nutzen z. B. spezifische krankheitsrelevante Merkmale wie Tumorrezeptoren. Mit neuen Wirkprinzipien erzielen sie bedeutende therapeutische Fortschritte gerade bei der Behandlung komplexer Erkrankungen wie Krebs, Multiple Sklerose oder Rheumatoide Arthritis. Der zunehmende Einsatz von Biopharmazeutika spiegelt sich auch in einem stetig wachsenden Umsatz wider: Im Jahr 2006 wurde in Deutschland die 3-Milliarden-Euro-Grenze überschritten; Biopharmazeutika tragen mittlerweile zu 12 Prozent des gesamten Pharma-Umsatzes bei (alle Zahlen: Verband Forschender Arzneimittelhersteller VFA).

Die Bayern Innovativ GmbH als Koordinator des Netzwerkes Life Science Bavaria greift dieses Thema auf und konzipiert und organisiert gemeinsam mit Roche Penzberg das Kooperationsforum „Biopharmaceuticals – Technologien für neue Therapeutika“ am 15. April 2008 in Benediktbeuern.

Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft stellen Strategien in der Weiterentwicklung biopharmazeutischer Wirkstoffe vor. Dazu gehören u. a. verbesserte therapeutische Antikörper (Prof. Dario Neri, ETH Zürich; Dr. Ralf Ostendorp, MorphoSys AG; Dr. Horst Lindhofer, Trion Pharma GmbH).
Technologien wie das Glycoengineering (Dr. Peter Brünker, GLYCART Biotechnology AG) oder die PEGylierung (Dr. Klaus Reichert, Roche Diagnostics GmbH) können Vorteile wie verminderte Immunogenität, verbesserte Wirksamkeit oder erhöhte Verweildauer im Körper erzielen.

Weitere Möglichkeiten bietet das Design neuer biopharmazeutischer Wirkstoffe, wie etwa der Anticaline. Dies sind künstliche Biomoleküle, die ähnliche Eigenschaften wie Antikörper aufweisen, jedoch wesentlich einfacher gebaut sind (Prof. Dr. Arne Skerra, Technische Universität München / Pieris AG). Über rationales Gendesign ist es möglich, die Effizienz in der Produktion von Wirkstoffen weiter zu erhöhen (Prof. Dr. Ralf Wagner, Geneart AG).

Dr. Jürgen Wahl, Leiter Pharma Biotech Produktion und Entwicklung von Roche Diagnostics GmbH, Penzberg, zeigt Trends in der biopharmazeutischen Produktion auf, darunter den Einsatz von Einweg-Technologien. Als weiteres Produktionssystem neben Mikroorganismen und Säugerzellen präsentiert Dr. Gilbert Gorr von der greenovation Biotech GmbH aus Freiburg die Herstellung therapeutischer Antikörper in Pflanzen.

In einem Abschlussvortrag gibt Dr. Frank Mathias (MediGene AG / VFA Bio) einen Ausblick auf das Potenzial von Biopharmazeutika sowie deren zukünftige Marktchancen.

Die begleitende Fachausstellung zeigt innovative Technologien, Verfahren und Dienstleistungen für Optimierung, Design und Produktion von Biopharmazeutika.

Zusätzliche Programmhinweise

Am 15. April 2008 findet um 12:45 Uhr ein Pressegespräch statt, zu dem wir Sie in Kürze gesondert einladen werden.

Bereits am 14. April 2008 kann die Biotech-Produktion von Roche am Standort Penzberg besichtigt werden. Nach einer Begrüßung und Vorstellung erhalten Sie einen Einblick in die biopharmazeutische Produktion. Dauer ca. 15:30 – 18:00 Uhr; danach Empfang und Get-together.
Die Einladung dazu sowie die Möglichkeit zur Anmeldung erhalten Sie ebenfalls in Kürze.

Das Programm und alle weiterführenden Informationen finden Sie unter
www.bayern-innovativ.de/biopharmaceuticals2008.

Bayern Innovativ GmbH

Die Bayern Innovativ GmbH wurde 1995 von der Bayerischen Staatsregierung initiiert und gemeinsam von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft als Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mit Sitz in Nürnberg gegründet. Deren Ziel ist es, Innovationen in kleinen und mittleren Unternehmen durch den Ausbau des Technologietransfers anzuregen. Leitgedanke ist das Zusammenführen verschiedener Kompetenzen, um neuartige Entwicklungen voranzutreiben sowie deren Markteintritt durch die Präsentation neuer Produkte und Entwicklungen zu unterstützen. Neben zehn etablierten Netzwerken managt die Bayern Innovativ GmbH fünf Cluster der 2006 gestarteten Initiative „Allianz Bayern Innovativ“: Automotive, Neue Werkstoffe, Logistik, Energietechnik und Medizintechnik.

Roche Diagnostics GmbH Penzberg

Penzberg ist der oberbayerische Standort der Roche Diagnostics GmbH, die ihren Stammsitz in Mannheim hat. Mit rund 4.500 Mitarbeitenden ist das Werk eines der größten Biotech-Zentren in Europa und bildet das weltweit größte biotechnologische Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionszentrum im Roche-Konzern. Roche Penzberg ist „Center of Excellence für therapeutische Proteine“. Hier werden die Wirkstoffe für drei der Top-Ten-Produkte von Roche Pharma produziert und zukünftige Wirkstoffe entwickelt. Zudem ist Penzberg in der Roche-Gruppe weltweit eine wichtige Zentrale für die Entwicklung und Produktion innerhalb der Diagnostik. Dabei stehen diagnostische Nachweisverfahren u. a. für Infektionskrankheiten wie AIDS, diagnostische Einsatz- und Rohstoffe beispielsweise für die Blutzucker- oder Cholesterinbestimmung sowie Systemplattformen für die Gen- und Proteinanalyse im Vordergrund.

 

 

 

 

Ansprechpartner für Pressefragen

Dr. Petra Blumenroth 
Tel.: +49 911-20671-116
Fax.: +49 911-20671-5116

Bayern Innovativ GmbH
Gewerbemuseumsplatz 2
90403 Nürnberg

Fachlicher Ansprechpartner
Dr. Matthias Konrad
Tel. +49 911-20671-148
Fax +49 911-20671-766

 
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