Jahreskongress mit Ausstellung

Zulieferer Innovativ 2005

Bericht

Zulieferer Innovativ mit neuem Rekord 
• 1.300 Teilnehmer aus 20 Ländern
• Feuerwerk an Innovationen und neuen Konzepten
• Eröffnungsrede durch Wirtschaftsminister Dr. Otto Wiesheu

Innovation für kundenorientierte Individualisierung der Fahrzeuge, aber auch Flexibilität und Schnelligkeit für weiter erhöhte Effizienz in der Produktion – das waren die Kernpunkte der Konzeption des 7. BAIKA - Jahreskongresses am 6. Juli 2005 im Audi-Forum in Ingolstadt. Wie in den Vorjahren erfolgte die Organisation mit dem Verband der Automobilindustrie VDA, Frankfurt, und der IFG Ingolstadt als Partner sowie mit umfassender Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie.

BAIKA hat die Nase im Wind. Mit 1.300 Teilnehmern aus 20 Ländern und 175 Firmen und Instituten in der restlos gefüllten Ausstellung war dies wieder einer der größten B2B Kongresse der Automobilindustrie in Europa.

Einen Höhepunkt bildete bereits der Ausstellungsrundgang am frühen Morgen mit einem Feuerwerk an Innovationen. Hierauf nahm auch Wirtschaftsminister Dr. Otto Wiesheu in seiner Eröffnungsrede Bezug. „Die Automobilindustrie ist das Rückgrat der bayerischen Wirtschaft. Nur mit permanenten Innovationen kann unsere Industrie im weltweiten Wettbewerb bestehen und um das besser sein, was wir teurer sind“.

Rupert Stadler, Mitglied des Vorstands der Audi AG, skizzierte eine Perspektive der nächsten 15 Jahre: Hohe Qualität, zunehmende Individualisierung bei Technik und Emotion sowie klares Produkt- und Markenimage – das seien die Wettbewerbsthemen.

Michael Stoschek von Brose plädierte für eine noch engere Kooperation zwischen Zulieferern und OEMs, aber auch für eine Differenzierung in Premiumlieferanten mit besonderer Innovationsstärke, „...denn Neuentwicklungen erfordern auch erhöhten finanziellen Aufwand“.

Wettbewerbsvorsprung durch Innovation ist auch die Meinung von Prof. Dr. Georg Wachtmeister von der TU München. Eine wichtige Basis hierfür bilden zahlreiche neue Forschungsprojekte, die bereits in einem frühen Stadium anwendungsorientiert ausgerichtet werden. Die Präferenzen des Kunden präsentierte David Lauth, J. D. Power and Associates, in einer umfangreichen
Marktanalyse.

Drei parallele Vortragsreihen konzentrierten sich auf „Innovation und Fahrerlebnis“, „Forschung und Entwicklung“ sowie „Effizienz und Qualität“. Produktinnovationen orientieren sich stark am Kunden. Die Emotionalität des Produktes ist das entscheidende Merkmal zur nachhaltigen Identifikation des Kunden mit der Marke, schilderte überzeugend Wolfgang Vollath von der
BMW Group.

Beispiele für die technische Umsetzung kundenorientierter Innovationen waren mehrfarbige Innenraumsegmente, innovative Getriebetechniken oder proaktive Fahrerassistenzsysteme.
Ein breites Spektrum präsentierte die Forschungslandschaft „Automobil“ mit Fokus Bayern: von der Simulation für leistungsstärkere Bauteile über automatisierte Flachleiterverlegung bis zur Vision des „Automobils der Zukunft“ (Siemens VDO) mit einem hohen Grad an autonomen Sicherheitssystemen.

„Effizienz und Qualität“ gewinnen noch mehr an Bedeutung angesichts der zunehmenden Modellvielfalt. Komplexitätsmanagement zur Beherrschung der individualisierten Fahrzeuge, Gleichteilestrategie zur weitgehenden Harmonisierung vom Kunden nicht bewusst wahrgenommener Bauteile; dies sind wesentliche Innovationsrichtungen in der Produktion.

In der begleitenden Fachausstellung gab es beeindruckende Innovationen zum Anfassen: den Dachhimmel mit integriertem Insassen-Aufprallschutz, den berührungslosen Einklemmschutz für Fenster, Türen oder Cabriodach, Hochleistungsgetriebe für Sportmotoren „Made in Bayern“, einen früheren „Jugend forscht“ Preisträger mit nun eigenem Unternehmen oder eine Forschungsinsel mit 15 Instituten.

Zu den teilnehmenden Firmen zählten Hersteller wie Audi, BMW, Porsche, DaimlerChrysler, Volkswagen und Zulieferer wie Behr, Bertrandt, Bosch, Brose, Cherry, ContiTemic, Delphi, Dräxlmaier, Dynamit Nobel Kunststoff, EDAG, Edscha, Faurecia, FCI Automotive, Freudenberg, Grammer, Grupo Antolin-Autoform, HBPO, Hella, Intedis, Intier Automotive, Johnson Controls Interior, Keiper, Kirchhoff Automotive, Lear Corporation, Leoni, Magna Steyr Fahrzeugtechnik,
MAN Nutzfahrzeuge, Mann+Hummel, Metzeler Automotive, MT Misslbeck Technologies, Oechsler, Peguform, Polytec Automtive, Preh, Rehau, Rieter Automotive, Scherdel, Schott, Leggett & Platt Automotive (Ontario), Siemens VDO Automotive, Thyssen Krupp Presta, TRW, W.E.T. Automotive, Webasto, Wilhelm Karmann, WOCO, Yazaki, Zanardi, ZF Passau, ZF Sachs.

Von Universitäten und Fachhochschulen waren nahezu alle führenden Institute aus Bayern vertreten sowie aus Chemnitz, Dresden, Kaiserslautern, Sherbrooke (Quebec); des Weiteren sieben Fraunhofer Institute aus dem gesamten Bundesgebiet.

Vorträge und Interviews sind über das Web-Portal www.bayern-innovativ.de
unter der Rubrik „Kongress-TV“ abrufbar.

Ansprechpartner
--> Dr.-Ing. Kord Pannkoke
--> Dipl.-Ing. Gabriel von Lengyel-Konopi
--> Prof. Dr. Josef Nassauer

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