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„Innovationen brauchen Marktstrategien"
Beim Fachkongress „Zulieferer Innovativ 2010", der von der Gesellschaft „Bayern
Innovativ" am 23. Juni 2010 in Ingolstadt veranstaltet wird, erläutert ZFTechnikvorstand Dr. Michael Paul die Entwicklungsstrategien eines weltweit
agierenden Automobil-zulieferers. Innovationen und damit Technologieführerschaft
sind für einen Zulieferer wie ZF von elementarer Bedeutung. Vor allem, wenn sie
durch weltweite Strategien flankiert werden.
Auch im vergangenen, von der weltweiten Finanz- und Konjunkturkrise geprägten
Geschäftsjahr fuhr die ZF Friedrichshafen AG ihre hohen Aufwendungen in Forschung
und Entwicklung nicht zurück. Das belegt die hohe Bedeutung, den die
Technologieführer-schaft für den Konzern hat. 689 veröffentlichte Patente und Patentanmeldungen beim Deutschen Marken- und Patentamt sind ein weiterer von vielen möglichen Leistungsindikatoren der ZF-Ingenieure. „ZF ist in allen seinen
Produktfeldern unter den ersten drei der weltweit führenden Anbieter", so Dr. Michael
Paul, Technikvorstand der ZF Friedrichshafen AG auf seinem Vortrag vor den mehr als
850 internationalen Teilnehmern des Fachkongresses „Zulieferer Innovativ 2010". Der
Kompetenzschwerpunkt des Zulieferkonzerns deckt Antriebs- und Fahrwerktechnik ab, die Anwendungen reichen von Pkw und Nutzfahrzeugen über Bau- und
Landmaschinen bis hin zu Luftfahrt und Marine und - seit neuestem Windkraft.
Technologieführerschaft ist bei ZF jedoch kein Selbstzweck. Sie wird flankiert und
ausgebaut durch einen über den gesamten Konzern reichenden Entwicklungsprozess.
„Mit Innovationen insbesondere bei Zukunftstechnologien positionieren wir uns
gegenüber unseren traditionellen Kunden und Märkten. Diesen Status nutzen wir, um
uns auch mit spezifischen Produktentwicklungen in neuen Märkten und bei neuen
Kunden oder in weiteren Fahrzeugsegmenten zu etablieren", so Dr. Paul.
Den Erfolg dieser Strategie belegt der ZF-Technikvorstand mit dem Blick auf
verschiedene ZF-Produkte: Beim innovativen 8-Gang-Automatgetriebe beispielsweise
stellte ZF seine Marktführerschaft in der Pkw-Antriebstechnik unter Beweis. Seit 2009
ist das Getriebe in Premiumfahrzeugen der ZF-Kunden BMW und Audi bis hin zu
Bentley im Einsatz. Auch eine Parallelhybridvariante hat ZF entwickelt. Nun wird das
Getriebe auch auf untere Fahrzeugsegmente und in weitere Weltmarktregionen
ausgerollt. In den USA hat ZF jüngst mit Chrysler einen Liefer- und Lizenzvertrag über
das 8-Gang-Automatgetriebe geschlossen.
Für Entwicklungen nach dem „Design-to-market"-Ansatz verfügt der ZF-Konzern über
ein weltweites Netzwerk von insgesamt acht Forschungs- und Entwicklungsstandorten.
So erfolgt etwa am Entwicklungszentrum Shanghai die Anpassung des automatischen
Nutzfahrzeuggetriebes ZF-AS Tronic an die regionalen Anforderungen, die sich
deutlich von denen in Westeuropa und auch in Südamerika unterscheiden.
„Innovationen müssen in jeder Weltregion neu marktfähig gemacht werden", so Dr.
Paul.
Ein weiteres Beispiel dafür, welche Spannweite ZF-Innovationen auch im
Komponentenbereich abdecken, zeigt das Portfolio für Pkw-Dämpfer. Hier beginnt das
ZF-Produktspektrum bei Standard-Comoditiyprodukten, die als „Basic Line" vermarktet werden, und reicht bis zu hochmodernen, aktiven und elektronisch geregelten Dämpfersystemen, die ZF als „Active Line" Automobilherstellern für leistungs- und komfortorientierte Fahrzeugmodelle anbietet. Daneben gibt es unter „Eco Line"Leichtbaudämpfer, die einen wichtigen Beitrag zur Senkung von Verbrauch und CO2-Emissionen leisten.
„Innovationen sind für ZF kein Selbstzweck. Aber unsere hohe Innovationskraft,
eingebettet in unseren weltweiten Entwicklungs-prozess und flankiert durch
entsprechende Marktstrategien sichert die Zukunftsfähigkeit des ZF-Konzerns", so das Fazit von Dr. Paul.