Der Lehrstuhl befasst sich mit den Problemen der Reinhaltung der Umweltmedien Luft, Wasser und Boden im grosstechnischen Maßstab. Schwerpunkte der Forschung und bei Kooperationen liegen bei der physikalisch-chemischen und biologischen Bodenreinigung und dem mikrobiellen Schadstoffabbau in aquatischen Medien (Grundwasser, Abwasser).
Sprachkompetenz: Deutsch, Englisch, Spanisch
Auslandserfahrung: Brasilien, Mexiko, Deutschland, Weitere, Spanien
Wissenschaftliche Begleitung von Bodensanierungsverfahren, Ingenieurdienstleistungen in Fragen der Attrition, Filtration und Hydrozyklontrennung
Natural Attenuation Sanierungen, Schadstoffabbau, Abwasserbehandlung, Identifizierung von Schadstoffabbauerm
Anwendung molekularbiologischer Methoden
Am Lehrstuhl stehen ein großes Technikum für Nassarbeiten und ein für chemische, physikalische und biologische Boden- und Abwasseranalytik ausgestatteter Labortrakt zur Verfügung.
Im Bereich der Fest-Flüssig-Trennung bieten wir neben der Möglichkeit zur Grundlagenforschung auch die Erarbeitung von Lösungen für spezielle industrielle Problemstellungen an. Ein Hydrozyklonversuchsstand ermöglicht die Durchführung von Experimenten bei speziellen Trennproblemen. Wir führen Untersuchungen des anaeroben und aeroben Abbaus von Schadstoffen durch. Unsere besondere Kompetenz besteht bei der Untersuchung des aeroben Abbaus und der (anaeroben) reduktiven Dehalogenierung von chlorierten Kohlenwasserstoffen, vor allem auch bei der wissenschaftlichen Begleitung von Natural Attenuation NA-Vorhaben.
Bei den Laboruntersuchungen des mikrobiellen Abbaus in Mikrokosmen kommen bevorzugt Boston-Flaschen mit Mininert-Ventilen (siehe Bild 1) zum Einsatz, so dass der Schadstoffabbau analytisch ohne Störung der Mikrokosmos verfolgt werden kann. Schadstoff- und Metabolitenanalytik findet zeitnah statt. Ein 3-stufiger Tropfkörper im Technikum (Bild 2) steht zur Demonstration hydraulischer Effekte, des Sauerstofftransfers und des Biomassewachstums (Monodkinetik) beim Abbau organischer Substanz zur Verfügung. Ein eigens entwickelter Schnelltest zur Bestimmung der Nitrifikationsaktivtät von belebtem Schlamm ermöglicht in relativ kurzer Zeit (wenige Stunden) Aussagen über die Kinetik und die maximale Umsetzungsgeschwindigkeit der mikrobiellen Stickstoffoxidation.
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