

Erwin Huber
Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft,
Infrastruktur, Verkehr und Technologie
Holz ist ein bedeutender nachwachsender Rohstoff. Holz hat hohe Verfügbarkeit in Bayern, aber auch in benachbarten Regionen des Alpenraums bis hin zu Osteuropa und Skandinavien.
Mit rund 200.000 Beschäftigten und einem Umsatz von über 30 Milliarden Euro ist die Forst- und Holzwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftszweig in Bayern.
Der Rohstoff Holz ist besonders gefragt aufgrund seiner Verwendbarkeit als Energieträger, als Basismaterial für die Chemie sowie als Bau- und Werkstoff.
Als solcher findet Holz die weitreichendste Anwendung. Sein Einsatz erstreckt sich von Innenraumgestaltung und Hausbau über modernste Brückenkonstruktionen bis zu imposanten Großprojekten. Eine kühne Spannbandbrücke in Gera, ein technisch brillantes Flughafengebäude in Paris oder ganze Stadtarchitekturen in Norwegen sind beeindruckende Beispiele für Gestaltung und Funktionalität mit Holz.
Für innovative Forst- und Holzbetriebe eröffnen sich dabei auch Chancen auf weitere regionale Wertschöpfung durch intensive Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen und Instituten. Diesen Prozess unterstützt die Bayerische Staatsregierung mit der Cluster-Offensive Allianz Bayern Innovativ.
Mit der räumlichen Nähe zu den Holzressourcen sowie zu Kompetenzträgern in verschiedenen Technologiebereichen erschließen sich vielfältige neue Möglichkeiten. Nanobeschichtete Oberflächen für Witterungsschutz, Kombination mit anderen Materialien für Holzbau und Innenraum oder die Integration von Holz in Premiumfahrzeuge sind Beispiele dieser Innovationsvielfalt.
Vor diesem Hintergrund konzipierte die Bayern Innovativ GmbH zum fünften Mal das Symposium „Holz Innovativ“ mit begleitender Ausstellung. Die Ausrichtung erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Cluster Forst und Holz, der Deutschen Gesellschaft für Holzforschung (DGfH), der Holzforschung der TU München und der Fachhochschule Rosenheim sowie mit umfassender Unterstützung durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie.
Experten von Unternehmen und Instituten berichteten über aktuelle Entwicklungen und sich abzeichnende Trends. Nutzung der Holzressourcen mit Optimierung der logistischen Prozesse, Bauen im Bestand, Architektur für den Holzbau von morgen, neuartige Hightech-Verbundmaterialien und Erschließung neuer Kunden- und Marktsegmente bildeten die Themenschwerpunkte.
Dieser internationale Branchentreffpunkt für Wirtschaft und Wissenschaft führte Experten und potenzielle Anwender zusammen, bot praxisnahe Information und bildete mit der begleitenden Ausstellung einen idealen Treffpunkt zur gezielten Anbahnung neuer Kooperationen.