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Straßengüterverkehr der Zukunft - Marktbedingungen und Geschäftsmodelle

Der weiträumige LKW-Ladungsverkehr in Deutschland und Europa - ein Markt mit Umsatzvolumen in der Größenordnung von € 38.5 Mrd. pro Jahr allein in Deutschland (vgl. die Abb. II-2. unten!) - steht vor einem massiven Umbruch. Er wird sich in den kommenden Jahren sehr rasch „Industrialisieren". Das heißt, dass die bisher eher „handwerklich" geprägte Produktion der Ladungstransport-Leistungen und die Führung der vielen klein- und mittelbetrieblich strukturierten Anbieterunternehmen
in diesem Markt sich in die Richtung von mehr und optimierter Arbeitsteiligkeit, Standardisierung der Prozesse und Produkte, Verdichtung der Ladungsaufkommen und Netzwerke, und Professionalisierung der Vermarktung und Kundenbeziehungen wandeln werden.

Das ist die zentrale These des Vortrags, die sich auf viele Jahre lange Beobachtungen und Recherchen des Referenten zum deutschen, europäischen, und zum amerikanischen Logistik- und Transportmarkt stützt.

Die treibenden Kräfte dieses Wandels sind einerseits starker Kosten- und Wettbewerbsdruck und damit verbundene Konzentrationsentwicklungen auf der Anbieterseite des Ladungsverkehrsmarktes. Von der Seite der Nachfrage und aus dem erweiterten Umfeld des Ladungsverkehrs - unter den Stichworten „Nachhaltigkeit", „Grüne Logistik", „Infrastrukturengpässe", „Straßenentlastung", „Verkehrssicherheit" - sind immer drängendere Forderungen nach Reduzierung von
Leerfahrtanteilen, nach strikter Einhaltungen der neuen europäischen Sozialvorschriften für Fahrpersonal, nach Verlagerung von Transportvolumen auf die Schiene zu erfüllen.

Realistische Chancen, diesen Forderungen zu entsprechen wird der Straßengüterverkehr nur haben, wenn er systematisch die Verbesserungspotenziale neuer Formen der Zusammenarbeit mit der „verladenden Wirtschaft", neuer Formen der Organisation und der „Produktion" der Ladungsverkehrsleistungen, der Nutzung
fortgeschrittener Technologie, damit neuer „Geschäftsmodelle" ausschöpft.

In dem Vortrag werden einige Optionen der erfolgreichen unternehmerischen Gestaltung des „Ladungsverkehrs der Zukunft" kurz vorgestellt (vgl. Abb. III-3. unten!), die u.a. auf Erfahrungen aus dem amerikanischen Markt basieren.

Der Referent empfiehlt den Start einer breiten Initiative „Future Load" des bayerischen Cluster Logistik, mit der die Umsetzungsmöglichkeiten einschlägiger Organisations-, Technologie- und Geschäftsmodellinnovationen systematisch erforscht und in enger Kooperation mit bayerischen Unternehmen entwickelt werden.

Der Startschuss dieser Initiative erfolgt im Rahmen einer Folgeveranstaltung
mit dem Cluster Logistik am 29.6.2010 in München.

Pressegespräch Statement - Prof. Peter Klaus Pressegespräch Statement - Prof. Peter Klaus
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