11. BAIKA Jahreskongress

Zulieferer Innovativ 2009

Energie und Mobilität – Lebenswelt Automobil – Technologien und Systeme

Statements Pressegespräch

Internationaler Treffpunkt der Automobilbranche

  • Innovation ohne Alternative im Wettbewerb
  • Im Mittelpunkt: Antrieb – E-Mobilität – Lebensraum
  • Über 1.000 Teilnehmer und 180 Aussteller aus 18 Ländern
  • Eröffnungsrede von Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil

Nürnberg/Ingolstadt, 24. Juni 2009. Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat auch die Automobil-industrie erheblich getroffen. Wegbrechen von Kaufkraft, sinkende Nachfrage, rückläufige Absatzzahlen, bereits bestehende Überkapazitäten sowie Schwierigkeiten in Finanzierung haben sich auf die Hersteller und zeitverzögert auf viele Zulieferer ausgewirkt. Insolvenz, Kurzarbeit, Stellenabbau beherrschten lange Zeit die Schlagzeilen – doch rund 80 Prozent des Business liefen weiter.
Unerwähnt blieb dabei häufig die ungebrochene Innovationskraft der Automobilindustrie. Hersteller, Zulieferer und wissenschaftliche Institute, sie alle setzen darauf mit neuen Entwicklungen vorne mit dabei zu sein, sobald die Wirtschaft wieder anzieht. Die Automobilindustrie wird auch weiterhin eine Wachstumsbranche sein und erste Anzeichen der Erholung sind in Sicht.

Zulieferer Innovativ – Internationaler Branchentreff
Dafür spricht auch die große Resonanz auf den 11. Jahreskongress „Zulieferer Innovativ“ am 24. Juni 2009 im Audi Forum in Ingolstadt. Mit erneut über 1.000 Teilnehmern und 180 Ausstellern aus 18 Ländern beweist Zulieferer Innovativ auch in einem schwierigen Jahr seine Anziehungskraft. Weltweit gilt Zulieferer Innovativ als anerkannte Plattform für Hersteller und Zulieferer, aber auch für Technologieanbieter aus der Wissenschaft sowie anderer Branchen mit Relevanz für das Automobil, die sich über neueste Entwicklungen austauschen und neue Kontakte aufbauen wollen.
„Wir freuen uns, dass es uns auch in diesem Jahr wieder gelungen ist, mit der langjährigen Erfahrung aus dem internationalen Netzwerk BAIKA und dem bayernweiten Cluster Automotive aktuelle Zukunftsentwicklungen der Automobilindustrie zu adressieren und Experten auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene zusammenzuführen. Damit setzen wir wertvolle Impulse für die Innovationen von morgen“, so Prof. Dr. Josef Nassauer, Geschäftsführer der Bayern Innovativ GmbH.

Roter Faden der thematischen Konzeption
Um breitgefächert und dennoch zielgerichtet Firmen und Institute auf einer Plattform zusammen-zuziehen, bedarf es einer Fokussierung der Themen.
Im Mittelpunkt stehen Antriebstechnologien für höchste Effizienz und Reduzierung von CO2-Emissionen sowie realistische Szenarien der Zukunftsvision Elektromobilität.
Emotion und Wertigkeit sind unverändert die wichtigsten Kaufkriterien der Kunden. Deshalb bildet die Lebenswelt Automobil einen weiteren Schwerpunkt, ergänzt mit einem Spektrum individueller Innovationen im Fahrzeug.

Plenum
Trotz aller Innovationskraft braucht gerade die Automobilindustrie verlässliche Rahmenbedingungen. Den Kongress eröffnet Bayerns Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Martin Zeil, der in seiner Rede die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und Strategien für Innovation und Wachstum aufzeigt.

Die Wirtschaft beginnt sich wieder zu erholen. Erkennbar durch die neuesten Zahlen des ifo-Geschäftsindex. Diese positive Entwicklung gilt auch für die Automobilbranche, wie die jüngst vorgestellte Trendanalyse des Verbandes der deutschen Automobilindustrie (VDA) unterstreicht. VDA-Präsident Matthias Wissmann zeigt bei Zulieferer Innovativ 2009 die Perspektiven der deutschen Automobilindustrie im globalen Markt auf – mit einem Schwerpunkt auf Innovation als einem zentralen Erfolgsfaktor.

Premiumfahrzeuge sind eine der Stärken der deutschen Automobilhersteller. Sie  werden auch in Zukunft einen hohen Stellenwert im weltweiten Automobilmarkt haben. Dr. Werner Widuckel, Vorstand der AUDI AG, erläutert, wie die Premiumklasse den Markteintritt zahlreicher technischer Neuerungen ebnet – gerade auch bei Sicherheit und Komfort, aber gleichzeitig neue Standards für Nachhaltigkeit setzt. Denn Premium steht in besonderem Maße für Emotion und Wertigkeit.

Reduktion von Emissionen ist eine wesentliche Triebfeder für Innovationen in der Antriebstechnologie. Dabei werden Verbrennungsmotoren noch lange einen hohen Marktanteil stellen. Eine interessante Option zur Verbesserung der CO2-Bilanz ist der Einsatz von Biokraftstoffen der zweiten Generation.
Aus Sicht des größten Automobilzulieferers der Welt präsentiert Besaliel S. Botelho, CEO von Bosch Südamerika, die neueste Flex Fuel-Technologie. Sie erlaubt, Verbrennungsmotoren mit einem beliebigen Mischungsverhältnis von Benzin und Biokraftstoff wie Bioethanol, zu betreiben. In Brasilien sind 80 Prozent der Neuwagen mit dieser Technologie ausgestattet. Die neueste Version wurde mit dem neuen VW Polo eingeführt. Die Technologie wird weltweit interessant, z. B. durch die langfristigen Ziele für die Produktion von Biokraftstoff in den USA oder den großen landwirtschaftlichen Anbauflächen in Osteuropa. In Bayern gibt es für Biokraftstoffe eine neue strategische Partnerschaft von Linde und Südchemie.

Leichtbau ist auch weiterhin von großer Bedeutung, gerade auch bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen, die zusätzlich Gewicht in das Fahrzeug bringen.
Experten sind sich einig, dass Carbonfasern den Leichtbau bezüglich Design und Gewicht revolutionieren werden. Voraussetzung ist die effiziente Gestaltung der Produktionsprozesse, beispielsweise mit textilen Techniken, um diese bislang kostenintensiven Produkte nicht exklusiven Kleinserien vorzubehalten, sondern auch in Großserie günstig produzieren zu können. Prof. Dr. Klaus Drechsler von der TU München erläutert die Zukunftspotenziale von Kohlenstoff-Faserverbundwerkstoffen.

Die Automobilindustrie realisiert wie kaum eine andere Branche Innovationen in weltweiter Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern und Zulieferern.
In Bayern liefern das internationale Netzwerk BAIKA und der bayernweite Cluster Automotive wichtige Impulse für neue Technologien und für neue bestmögliche Partner, aus dem Kernbereich der Automobilindustrie, aber auch mit dem berühmten Blick über den Tellerrand der Branche. Dies erläutert Prof. Dr. Josef Nassauer aus der 10-jährigen Erfahrungen der Bayern Innovativ GmbH mit zahlreichen Netzwerken und Clustern.

Drei parallele Vortragsreihen
Die Vortragsreihe „Energie und Mobilität“ spannt einen Bogen über technische Herausforderungen bei der zunehmenden Elektrifizierung der Fahrzeuge, bis hin zu Hybridsystemen und reinen Elektrofahrzeugen sowie den Anforderungen an die zukünftige Energie-Infrastruktur. Highlight ist der von Alois Ruf mit großem Presseecho in Genf erstmals vorgestellte eRUF Greenster, ein E-Sportwagen auf Porsche-Basis – also Clean Energy mit Emotion und Freude am Fahren.
Vorgestellt wird darüber hinaus ein Pilotprojekt aus Frankreich zur Realisierung eines neuen Mobilitätskonzeptes, in dem innovative Elektrofahrzeuge für kombinierte individuelle und öffentliche Mobilität zum Einsatz kommen.

Differenzierungsmerkmale jenseits von Preis und Qualität gewinnen im Premium- aber auch im Volumensegment immer mehr an Bedeutung. Automobilhersteller und -zulieferer geben in der Vortragsreihe „Lebenswelt Automobil“ Einblick in Strategien der Markendifferenzierung und des Markenerlebnisses, stellen neue Designkonzepte vor und innovative technischen Möglichkeiten zur Erzielung besonderer Wohlfühlatmosphäre. Dirk Breuer von Toyota erläutert hierzu beispielhaft das Aufgreifen japanischer Lebenskultur, während sich Johannes Barckmann von EDAG stärker auf die Umsetzung in Innovationsnetzwerken konzentriert.

In der Reihe „Technologien und Systeme“ wird an ausgewählten Beispielen ein Eindruck von der Vielfalt an Innovationen in einem attraktiven Automobil vermittelt, Entwicklungen bei Fahrerassistenzsystemen, in der Adaptronik oder im Interieurbereich.

Das gemeinsame Abschluss-Highlight – wieder im Plenum – nimmt die Teilnehmer mit auf eine Reise in die Zukunft der Elektro-Mobilität. Karl-Josef Kuhn von Siemens Corporate Technology wird realistische Visionen erläutern – mit neuen Features in einem Elektrofahrzeug bis hin zu deren Interaktion mit zukünftig smarten Elektronetzen.

Teilnehmer und Aussteller
Zulieferer Innovativ 2009 führt 1.000 Teilnehmer und 180 Aussteller aus 18 Ländern zusammen – aus Ägypten, Deutschland, Belgien, Brasilien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Österreich, Rumänien, Russland, Schweiz, Spanien, Südkorea, Tschechische Republik, Ungarn und den USA.

Vertreten sind Automobilhersteller wie Audi, BMW, MAN Nutzfahrzeuge, Porsche, Toyota, VW und Automobilzulieferer wie AUNDE, Bertrandt, Brose, Compact Dynamics, Continental, Delphi, Dichtungstechnik Wallstabe, Dräxlmaier, EDAG, Eybl International, Honsel, Hör, HS Genion, Kathrein, Leggett & Platt, Peguform, Rehau, RUF Automobile, Teseon, TRW, W.E.T. Automotive, ZF Electronics GmbH. Innovative Unternehmen aus verwandten Branchen ergänzen das Portfolio – darunter 3M, Diehl und EADS.
Von Seiten der Wissenschaft sind vertreten u. a. Universitäten aus Dortmund, Erlangen-Nürnberg, München, Wien, Hochschulen aus Ingolstadt, Kaiserslautern, Amberg-Weiden, ebenso wie Institute der Fraunhofer-Gesellschaft oder das  Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt.
Highlights der mit 180 ausgebuchten Ausstellung sind u. a. der wasserstoff-betriebene Formula H-Rennwagen – ein Kooperationsprojekt der Hochschule Ingolstadt mit dem RMIT Melbourne, der eRUF „Greenster“ von RUF Automobile oder neueste Schließsysteme von Kiekert demonstriert an einem BMW X3.

Partner und Sponsoren
Zulieferer Innovativ erfährt erneut umfassende Unterstützung und Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie. Als langjährige Partner begleiten der Verband der Automobilindustrie VDA, Berlin, und die IFG Ingolstadt das Symposium.

Erstmals unterstützen namhafte Zulieferunternehmen das Symposium Zulieferer Innovativ als Sponsoren, denen unser besonderer dank gilt.

Compact Dynamics GmbH – Dräxlmaier Group – Hör Technologie GmbH –
HS Genion GmbH – Dichtungstechnik Wallstabe & Schneider GmbH & Co. KG.

Pressestatement Prof. Dr. Josef Nassauer Pressestatement Prof. Dr. Josef Nassauer
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