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Logistik Innovativ

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„Keine Grüne Logistik ohne nachhaltige Logistikimmobilie“

Der von uns Menschen verursachte Klimawandel führt zu zunehmender Verwüstung, dem Anstieg der Meeresspiegel und immer häufigeren und schwereren Unwetterkatastrophen.

Das zerstört nicht nur direkt die Lebensgrundlage vieler Menschen, sondern gefährdet auch indirekt die Weltwirtschaft durch immense Folgekosten.
Deshalb muss jeder sein Handeln so ausrichten, dass die Belastung für die Umwelt
möglichst gering ist (heute noch), oder der Gewinn für das Ökosystem Erde möglichst
hoch (in Zukunft).

Je größer die Auswirkungen unseres Handelns sind, desto größer ist unsere
Verantwortung. Die Logistikbranche mit ihrem ständig wachsenden Anteil an der Gesamtwirtschaft, hat mit ihren regionalen, nationalen und internationalen Transporten und den großen Hallen, die sie errichtet und betreibt, immer größere Auswirkungen auf unsere Umwelt. Sie hat einen dicken CO2-Fußabdruck.

Deshalb hat die Logistikbranche eine große Verantwortung, entlang der gesamten supply chain ihre negativen Umweltauswirkungen zu minimieren. Die Veranstaltung Logistik Innovativ mit ihrer klaren Ausrichtung auf innovative und nachhaltige Lösungen leistet einen beachtenswerten Beitrag, dieses Ziel zu erreichen.


Logistikimmobilien bilden ein wichtiges Glied in der Logistikkette. Während nach einer
Studie des Frauenhofer-Institutes ATL 2007 der Anteil der Ausgaben für die Immobilie an den Gesamtkosten eines Logistikers im Mittel ca. 8 % ausmachte, liegt sein Potential für mehr Nachhaltigkeit bei den beeinflussbaren Faktoren ca. bei 20 %. Sie nachhaltig zu planen, zu errichten und zu betreiben ist untrennbar verbunden mit dem Ziel einer Grünen Logistik.

Das Gebäudezertifizierungssystem der DGNB (Deutsche Gesellschaft Nachhaltiges
Bauen e.V.) gibt hierzu einen sehr guten Leitfaden. Und es ermöglicht seit Oktober 2009, die Nachhaltigkeit einer Logistikimmobilie sichtbar zu machen und zu vermarkten.

Das bekannte Goldene Dreieck der Nachhaltigkeit besteht aus den 3 Säulen Ökologie,
Ökonomie und sozio-kulturelle Aspekte. Diese 3 Anforderungen müssen ausgewogen
beachtet werden, damit man von Nachhaltigkeit sprechen kann. Sie bedeutet damit
wesentlich mehr als nur Beachtung der Ökologie. Sie zielt ebenso auf Qualität,
Werthaltigkeit, soziale Akzeptanz und ökonomisch vernünftiges Handeln.

Das Zertifizierungsystem der DGNB hat, aufbauend auf dem älteren System BREEAM aus England, ein komplexes Bewertungssystem entwickelt, das insgesamt 6 Säulen umfasst.

Es ermöglicht einerseits, viele unterschiedliche Aspekte zu betrachten und dort
Bonuspunkte zu sammeln, andererseits können damit besonders auch die Qualität
deutscher Planung, Durchführung und Technik berücksichtigt werden.

Diese 6 Säulen sind

  • Ökologische Qualität (Bewertungsanteil 22,5 %)
  • Ökonomische Qualität (Bewertungsanteil 22,5 %)
  • Sozio-kulturelle Qualität (Bewertungsanteil 22,5 %)
  • Technische Qualität (Bewertungsanteil 22,5 %)
  • Planungsqualität (Bewertungsanteil 10,0 %)

Die Summe ergibt die Gebäudenote. (100,0%)

  • Standortqualität ergibt die Zusatznote für den Standort

Diese Gründe sprechen darüber hinaus für nachhaltige Logistikimmobilien:

  • Vom Kunden erwünschte Umweltfreundlichkeit seines Logistikers ist ein
    wesentlicher Treiber für nachhaltige Logistikimmobilien.
  • Nachhaltige Logistikimmobilien werden eher von einer ansonsten kritischen bis
    ablehnenden Öffentlichkeit (Bürger, Gemeinderäte, Stadtplanungsämter)
    akzeptiert.
  • Logistiker können sich im Wettbewerb mit überzeugenden Nachhaltigkeitskonzepten besser durchsetzen und ein eigenes Profil entwickeln.
  • Nachhaltige Logistikimmobilien bedeuten geringere Nebenkosten für Energie,
    Unterhalt und Reparaturen (Geringere „2. Miete").
  • Durch die notwendige Balance zwischen den verschiedenen Säulen sind
    nachhaltige Logistikimmobilien nicht automatisch teurer und „high-tech"
    Lösungen bringen nicht notwendig mehr Bonuspunkte als „low-tech" Lösungen.
  • Bei steigenden Energiekosten werden manche Lösungen mit erneuerbaren
    Energien und neuen Materialien, die sich heute noch nicht rechtzeitig
    amortisieren, in Zukunft eingebaut werden können.
  • Hierbei könnte eine CO2-Steuer, die mittelfristig wahrscheinlich erhoben werdenwird, ein zusätzlicher Kostenfaktor sein, der bei Neubauten schon heute in Betracht gezogen werden sollte.
  • Blickt man noch weiter in die Zukunft, werden die Logistikimmobilien mit ihren
    großen Außenflächen Energieproduzenten für sich, ihre Umgebung und ihren
    eigenen Lieferverkehr werden.
Pressegespräch Statement - Alexander Schwab Pressegespräch Statement - Alexander Schwab
(Pdf, 19 KB)
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