![]()
![]()
![]()
Roche als forschungsorientiertes und weltweit größtes Biotechnologie-Unternehmen im Gesundheitssektor ist spezialisiert auf die beiden Geschäftsfelder Pharma und Diagnostik. Roche Pharma entwickelt innovative, klinisch differenzierte Medikamente für fünf grosse Therapiegebiete mit hohem medizinischen Bedarf:
Onkologie, Virologie, Entzündungserkrankungen, wie Asthma und rheumatoide Arthritis, Stoffwechsel- und Gefäßerkrankungen und Erkrankungen des zentralen Nervensystems, wie Morbus Alzheimer. Im Produktportfolio von Roche nehmen die biotechnologisch hergestellten therapeutischen Proteine und Antikörper („Biopharmazeutika") mit ca. zwei Drittel der Pharmaumsätze in 2009 eine dominierende Rolle ein, mit weiterhin äusserst günstigen Perspektiven für die Zukunft.
Dies trifft umso mehr zu, als dass zukünftig mit Hilfe von „personalisierter Medizin" die Wirksamkeit, Sicherheit und Kosteneffizienz der medizinischen Behandlungen noch weiter verbessert werden können. Die personalisierte Medizin nutzt die vertieften Kenntnisse über individuelle Unterschiede der Patienten, molekulare Grundlagen von Krankheiten und die Wirkungsweise von Arzneimitteln (sog. „Biomarker").
Roche hat sich für die nächsten Jahre als Ziel gesetzt, dass die Mehrzahl der neuen Medikamentenentwicklungen eine tragfähige Biomarkerstrategie beinhalten, um die Patientenauswahl, sowie die Therapie-Evaluierung und -Verfolgung optimal begleiten zu können - zum Wohle der Patienten.
Biopharmazeutika zeichnen sich u. a. durch extrem hohe Spezifität, Selektivität und durch völlig neue Wirkmechanismen aus. So können Moleküle, die am Krankheitsgeschehen ursächlich beteiligt sind, ganz gezielt beeinflusst werden (Target-orientierte Therapie). Nachdem therapeutische Proteine und Antikörper inzwischen als innovative Arzneimittel klinisch gut etabliert sind (z.B. in der Krebstherapie und bei Entzündungs- und Autoimmunerkrankungen) zeichnen sich zukünftig aus meiner Sicht drei große parallele Entwicklungslinien ab: (1) Die volle Erschließung der heute verfügbaren molekularen Krankheitstargets mit optimierten und maßgeschneiderten Biopharmazeutika, (2) die Entwicklung der „Next Generation Biopharmaceuticals" (neue Molekülformate) und (3) die Ausweitung der Anwendungen von Biopharmazeutika auch bei heute noch überwiegend mit niedermolekularen Arzneimitteln behandelten Krankheiten.
Neue Indikationsgebiete, neue Molekülformate und neue technische Plattformen für die Generierung, Testung, Optimierung und die Produktion von Biopharmazeutika, sowie die Entwicklung von neuen Anwendungs- und Darreichungsformen werden in Zukunft sicherlich ebenfalls eine große Rolle spielen, doch diese Innovationen werden mittelfristig nur mit begleitender Diagnostik und mit einem für den Patienten maßgeschneiderten Therapiekonzept erfolgreich entwickelbar sein.