

Trotz allen Fortschritten in der Medizin: Die meisten Erkrankungen können nach wie vor nur unzureichend behandelt werden – Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Infektionen und Erkrankungen des Nervensystems sind die wichtigsten Krankheitsgebiete und stellen gleichzeitig die größten Probleme in der Medizin. Für die Behandlung dieser Krankheiten werden neue Medikamente gebraucht. Dazu braucht es die Zusammenarbeit von Grund-lagenforschern mit der Biotech- und Arzneimittel-Industrie.
Die Universität Würzburg will sich verstärkt dieser Zusammenarbeit öffnen. Im Rudolf-Virchow-Zentrum findet dazu das Kooperationsforum „Drug Development“ statt, in dem Strategien der Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und Firmen darge-stellt und neue Kooperationen eingeleitet werden sollen.
Forschungen an der Universität Würzburg widmen sich vor allem dem besseren Ver-ständnis der Mechanismen von Erkrankungen. Mit ihren vier klinischen Forschungs-schwerpunkten – Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs, Infektionen und Erkrankungen des Nervensystems – sowie dem verbindenden Grundlagen-Schwerpunkt „Struktur und Funk-tion von Proteinen“ befasst sich die Medizinische Fakultät mit den wichtigsten Krankhei-ten. Drei große Forschungszentren bündeln diese Forschungen – das Rudolf-Virchow-Zentrum/DFG-Forschungszentrum für Experimentelle Biomedizin, das Zentrum für Infek-tionsforschung und das Interdisziplinäre Zentrum für Klinische Forschung; dazu kommen acht biomedizinische Sonderforschungsbereiche und zahlreiche Forschergruppen und Doktorandenprogramme. Ein neues Highlight der angewandten Forschung ist die Early Clinical Trial Unit, in der neue Medikamente erstmals an Patienten angewandt werden. Alle diese Projekte beinhalten erfolgversprechende Ansätze für anwendungsbezogene Forschungen. Damit ergibt sich ein großes Potential für neue Ausgründungen und Koope-rationen, die neue Arbeitsplätze schaffen können und Anlass zu berechtigten Hoffnungen auf neue Therapieansätze bieten.