Symposium mit Fachausstellung

Material Innovativ 2007

Statements Pressegespräch

Neue Materialien rund ums Auto

• 350 Teilnehmer aus Wirtschaft und Wissenschaft
• Innovationen in Karosserie, Energiespeicherung und Elektronik
• Eröffnungsrede durch Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber

Fürth/Nürnberg. Mehr als 70 % des Sozialproduktes westlicher Technologie¬länder basieren direkt oder indirekt auf Werkstoffen. Ob Magnesiumbleche in der Serienanwendung, neuartige Faserverbundwerkstoffe auf der Basis textiler Preforms oder ionenleitende Keramiken für kommende Brennstoffzellen – Neue Materialien besitzen ein besonderes Innovationspotenzial für zahlreiche Branchen wie den Automobilbau oder die Elektronik.

Bayern verfügt über eine leistungsstarke Infrastruktur in Wirtschaft und Wissenschaft im Bereich Neue Materialien. Hierzu zählen insbesondere Universitäten, Forschungseinrichtungen und Kompetenzzentren wie die Neue Materialien Nordbayern GmbH. Rund 56 % des produzierenden Gewerbes verschiedener Branchen in Bayern sind dem Bereich der Werkstoff-Anwender und -Nutzer, und etwa 22 % dem Bereich der Werkstoff-Hersteller und -Verarbeiter zuzurechnen. Diese erwirtschaften mit rund 1 Million Beschäftigten in ca. 3.600 Unternehmen einen Jahresumsatz von etwa 211 Milliarden Euro. Innovationsstarke Branchen in Bayern sind wesentliche Profiteure neuester Materialentwicklungen – von der Automobilindustrie, der Elektronik und Mikrotechnologie über den Maschinenbau bis zur Luft- und Raumfahrt.

Ziele des Kongresses
Das sechste Symposium „Material Innovativ“ am 07. März 2007 in der Stadthalle Fürth führt Experten mit führender Materialkompetenz aus verschiedenen Branchen auf einer Plattform zusammen. Es informiert über Trends und Innovationen Neuer Materialien in Karosserie, Energiespeicherung und Elektronik. Zielsetzung ist, verschiedene Disziplinen der Werkstoffwissenschaften sowie Anwender aus dem Umfeld des Automobils auf einer Plattform zusammen zu führen, um durch den Austausch von Ideen und Erfahrungen zukünftige Projekte und Kooperationen zu initiieren.

Thematische Schwerpunkte
Experten der Materialentwicklung, Energietechnik, Automobilelektronik und der Wissenschaft berichten über Anwendungspotenziale und Perspektiven neuester Werkstofftechnologien rund ums Automobil   von der Reduktion höherer Fahrzeuggewichte zur Verbesserung der Effizienz von Energiespeichern und Energiesystemen bis zur Lebensdauererhöhung elektronischer Baugruppen.
Produkt- und Verfahrensinnovationen auf Basis neuer Materialsysteme werden präsentiert von Spezialisten aus Unternehmen wie z. B. Audi, BMW, Volkswagen, Alfatec, Amag Rolling, Conti Temic, Robert Bosch, Stolfig GmbH, TietoEnator Deutschland oder Würth Elektronik. Aus der Wissenschaft sind vertreten Experten von Universitäten Erlangen-Nürnberg, München, Queensland (Australien), dem Fraunhofer Institut, dem Forschungszentrum Jülich, dem Institut für Verbundwerkstoffe Kaiserslautern sowie dem Institut für Kunststoffverarbeitung Aachen und dem Kompetenzzentrum Neue Materialien.
Den Kongress eröffnete Bayerns Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, Erwin Huber. In seiner Rede schilderte er die Bedeutung der Materialwissenschaft als Querschnittstechnologie, gerade auch im Rahmen der Cluster-Offensive Allianz Bayern Innovativ. Deren Zielsetzung ist der Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, um weitere Potenziale regionaler Wertschöpfung zu erschließen und die weitere Entwicklung des zukunftsorientierten High-Tech-Standorts Bayern zu unterstützen.

Die parallelen Vortragsreihen haben folgende Schwerpunktthemen:
Innovationen im Automobilbau - Entwicklungs- und Anwendungspotenziale neuester Strukturmaterialien wie Faserverbundwerkstoffe, Polymerschäume, sowie metallische Werkstoffe wie Aluminium- und Magnesiumbleche und höherfeste Stähle.
Materialentwicklungen für neue Antriebstechniken und Automobilelektronik - Im Fokus stehen innovative Speichertechniken für neue Energiesysteme   von hochleistungsfähigen Lithium-Ionen Batterien über Ultrakondensatoren bis zu Festelektrolytbrennstoffzellen – sowie Zuverlässigkeitsaspekte in der KfZ-Elektronik.

Teilnehmer und Ausstellung
Rund 350 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz darunter führenden Unternehmen wie Audi, BASF, Behr, BMW, CeramTec, Clariant, Diehl, Dräxlmaier, EADS, Leoni, Peguform, Rehau, Saint-Gobain, SGL Carbon, Siemens, ThyssenKrupp, Volkswagen sowie zahlreiche Universitäten und Forschungseinrichtungen aus Aachen, Bayreuth, Erlangen, Kaiserslautern, Jülich, München, Nürnberg und Fürth sind auf dem Symposium „Material Innovativ“ vertreten. Die begleitende Ausstellung mit 35 Ausstellern zeigt neueste Entwicklungen   von Hochleistungswerkstoffen, neuesten Verfahren zur Analytik bis hin zu Materialentwicklungen für die Elektronik.

Kongress-TV für das Internet
Die Vorträge des Symposiums werden für Kongress-TV aufgezeichnet und können ab dem 15. März für mindestens ein Jahr über das Internet-Portal www.bayern-innovativ.de/kongress-tv abgerufen werden. Die Vorträge der letztjährigen Symposien wurden bislang über 20.000 Mal abgerufen und jeweils länger als eine Viertelstunde verfolgt.

Konzeption und Organisation des Symposiums
Die Bayern Innovativ GmbH, verantwortlich für das Management der Cluster Automotive und Neue Werkstoffe, konzipiert das Symposium in Kooperation mit der Kompetenzzentrum Neue Materialien Nordbayern GmbH sowie mit Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie. Mit einem interdisziplinären Team von 70 Mitarbeitern identifiziert sie aktuelle Themen und Trends, entwickelt die inhaltliche Konzeption und akquiriert Referenten und Aussteller.
“Die für zukünftige Innovationen elementaren Materialentwicklungen werden dann besonders erfolgreich sein, wenn sie interdisziplinär angelegt sind und sich frühzeitig anwendungsorientiert ausrichten. Denn die Entwicklung neuer Werkstoffe ist immer häufiger eng mit der Bauteilfertigung verzahnt – typische Beispiele sind Faserverbundwerkstoffe oder die Kombination von Aluminium und Magnesium in der Motorentechnologie. Enge Zusammenarbeit ist also gefordert – ein ideales Feld für einen Cluster“, so Prof. Dr. Josef Nassauer, Geschäftsführer der Bayern Innovativ GmbH.

Cluster Neue Materialien
Eine leistungsfähige Materialforschung ist essenziell für den Technologie- und Innovationsstandort Bayern. Mit dem Cluster Neue Werkstoffe erweitert der Freistaat das bestehende Angebot an staatlichen Maßnahmen zur Innovationsförderung. Ziel ist die noch intensivere Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft in Bayern   von der Werkstoffentwicklung über die Herstellung und Fertigung von Bauteilen bis hin zu ihrer Nutzung – unter Einbindung interessierter Akteure in Wirtschaft und Wissenschaft, in regionalen Clustern und internationalen Netzwerken.
Erreicht werden soll dies durch die Realisierung einer bayernweiten, permanent aktualisierten und pro-aktiv organisierten Informations- und Kommunikationsdrehscheibe in Zusammenarbeit mit den Materialkompetenzen der verschiedenen Regionen. Mit Treffs bei Firmen und Instituten sowie Foren und Arbeitskreisen zu thematischen Schwerpunkten wird der Cluster Neue Werkstoffe Kompetenz- und Entscheidungsträger aus dem Werkstoffbusiness zusammenführen sowie den Informations- und Erfahrungsaustausch zielgerichtet intensivieren.
Die Sprecher des Clusters Neue Werkstoffe sind Prof. Dr. Robert F. Singer, Universität Erlangen-Nürnberg, Prof. Dr. Rudolf Stauber, BMW Group, München. Das Cluster-Management obliegt der Bayern Innovativ GmbH mit  Dr. Kord Pannkoke, Dr. Matthias Konrad und Dr. Marcus Seitz.

 

 

 

 

 

Fachlicher Ansprechpartner
Dr.-Ing. Kord Pannkoke
Tel. +49 911-20671-159
Fax +49 911-20671-766

Ihr Presseanprechpartner für Material Innovativ

Johanna Lison
Tel.: 0911 -  20671 - 150
Fax.: 0911 - 20671 - 5150

Bayern Innovativ GmbH
Gewerbemuseumsplatz 2
90403 Nürnberg 

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