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Eines der wichtigsten Ergebnisse der aufstrebenden Treibstoffindustrie nach dem zweiten Weltkrieg war die Verbilligung chemischer Zwischenprodukte, in deren Folge Kunststoffe als Werkstoffe begannen, sich einen unverzichtbaren Platz zu erobern. Um in der Polymerindustrie den Anteil von Zwischenprodukten aus Nachwachsenden Rohstoffen zu erhöhen, sind prinzipiell zwei Wege möglich. Eine Schiene zielt auf die Auffindung geeigneter Prozesse, die aus schon erhältlichen Massenchemikalien aus dem Pflanzenbau die üblichen, aus der Petrochemie bekannten Zwischenprodukte herzustellen gestatten. Die Verwendung von Pflanzenölen mit ihrer Struktur langkettiger Alkylfettsäuren erscheint hierzu in „atom“-ökonomischer Weise sinnvoll. Die Alternative dazu ist, die Verwendung von schon etablierten Biopolymeren wie Cellulose zu forcieren und nach weiteren innovativen Polysacchariden für Werkstoffe zu suchen.
Aus der Agrarproduktion von Pflanzenfetten geht seit jeher neben der Verwendung zur Ernährung ein erheblicher Anteil in chemische Produkte. Sie werden für die Herstellung von Waschmitteln und Tensiden, Weichmachern, etc. eingesetzt. Diese Produkte sind jedoch nur mittelbar für die Polymerherstellung zu gebrauchen. Durch Entwicklung neuer Reaktionstechniken soll eine innovative Palette von Fettchemikalien geschaffen werden, die ohne weitere Folgeumsetzungen in den Polymerisationsbetrieben Verwendung finden können. Die enorme Ausweitung der Biodieselproduktion hat bereits mögliche Schattenseiten der Pflanzenöl-Wirtschaft erkennen lassen. Neben ökologischen Bedenken gilt es die Frage der Koppelprodukte sinnvoll zu lösen. Der gleichzeitig mit Fettsäureestern anfallende Glycerinanteil kann zu einer biobasierten C3-Chemie führen.
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