12. Kooperationsforum

Bordnetze

Architektur – Kabelsatzdesign – Automatisierung
23. November 2009, BMW Museum, München

Themenschwerpunkte

Automobiles Bordnetz – von der Architektur bis zum Kabelsatzdesign

Durch Kriterien wie Gewichts- und Bauraumreduzierung unter gleichzeitiger Steigerung von Qualität und Kosteneffizienz ist das physische Bordnetz im Automobil maßgeblicher E/E-Architekturtreiber geworden.

Diese Aspekte führen zum Einsatz neuer Produkte und Fertigungsprozesse in den Komponenten und Kabeln des physikalischen Bordnetzes. Auch die Themen Standardisierung und Baukasten-System werden von OEMs und Zulieferern dabei ins Auge gefasst.


(Bildnachweis: Delphi Corporation)

Kabelsatz und Komponenten


(Bildnachweis: Komax AG)

Im Brennpunkt der Bordnetz-Entwicklung stehen sowohl miniaturisierte Kontakte für Steckverbinder, die Verarbeitung dünner Kabel als auch der zunehmende Einsatz von Aluminium statt Kupfer für Leitungsmaterial.

Dies hat massive Auswirkungen auf den Fertigungsprozess und bedingt neben neuen Fertigungsprozessen auch eine Erhöhung der Automatisierung, um die Qualität gleichbleibend hoch zu halten.

Automatisierungsgerechtes Bordnetzdesign und Standardisierung

Darüberhinaus muss dem gestiegenen Anspruch nach Standardisierung und Variantenreduzierung Rechnung getragen werden, was sich nur in enger Abstimmung von Architekturentwicklung, Bordnetz- und Komponentendesign realisieren lässt.
Wie sich Bordnetzkomponenten, Ein- und Ausgänge von E/E-Modulen sowie die komplette Kabelsatzproduktion automatisierungsgerechter umsetzen lassen, wird sowohl herstellerintern als auch herstellerübergreifend diskutiert.
Ein Teilaspekt kann die sukzessive Einführung eines standardisierten Steckerbaukasten-Systems sein.


(Bildnachweis: Komax AG)

E/E-Bordnetz-Architektur: Entwicklungsprozess,  Energiemanagement und zukünftige Ethernet-Bus-Architekturen im Kraftfahrzeug


Toolkette im Kabelbaum-Entwicklungsprozess

(Bildnachweis: COMSA GmbH)

Stabilität und Zuverlässigkeit im Kabelsatz-Entwicklungsprozess erfolgt vor allem durch eine stringente Toolkette: vom ersten Entwurf, über die Konstruktion bis zur automatischen Erstellung von Fertigungsunterlagen für die Kabelbaum-Konfektionäre soll der Prozess des Bordnetz-designs aus einem Guss sein.
Ein standardisierter Prozess ermöglicht hierbei eine optimierte E/E-Architektur und eine höhere Qualität des Kabelbaumes schon während der Entwicklung. Dies gewinnt zusätzliche Bedeutung bei der der Auslegung von zukünftigen Multi-Spannungsnetzen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge.

Einen Baustein im Energiemanagement des automobilen Bordnetzes bildet die Auslegung elektronischer Schalter: Intelligenter Leitungsschutz, Diagnosefunktionen mit Halbleitern sowie die Reduzierung von Ansteuerströmen sind hier wichtige Aspekte.

Ethernet – das Officenetzwerk als Backbone in der Kraftfahrzeugelektronik für Daten-Bordnetz-Management. Technische Randbedingungen industrieller und automotiver Ethernetnetzwerke stehen zur Diskussion und vermitteln einen Ausblick auf zukünftige
technische Möglichkeiten jenseits von Multimedia-Anwendungen.

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