12. BAIKA Jahreskongress

Zulieferer Innovativ 2010

Wertigkeit & Emotion – Antrieb & E-Mobilität – Strategien & Wettbewerb

Statements Pressegespräch

Innovative Halbleiterlösungen

Der klassische Verbrennungsmotor ist ein Auslaufmodell. Vor dem Hintergrund
schwindender Erdölreserven, rasant gestiegener Energiepreise, Klimawandel und
den strengen Vorschriften zum CO2-Ausstoß von Fahrzeugen herrscht hierzu Einigkeit
bei Wirtschaft und Politik. Heute ist klar: Das Auto der Zukunft fährt elektrisch.
Die Frage ist also nicht, ob sich Elektromobilität durchsetzt, sondern wann. Für den
Erfolg des Elektrofahrzeugs und eine marktfähige und bezahlbare Elektromobilität
müssen wir allerdings noch ein paar technische und infrastrukturelle Herausforderungen meistern.

Herausforderungen auf dem Weg zu marktfähiger Elektromobilität
Da sind zunächst die Kosten - insbesondere für die Batterie. Speicherkapazität für
elektrische Energie ist noch zu teuer. Eine Kilowattstunde Speicherkapazität kostet
heute viele Hundert Euro und es wird eine Kapazität von etwa 25 Kilowattstunden
benötigt. Damit kostet allein die Batterie so viel wie ein Kleinwagen. Gleichzeitig sind
Reichweite und Lebensdauer von Batterien noch zu gering. Auch der Aufwand für die
notwendige Kühlung der Batterie, des elektrischen Motors und der Leistungselektronik ist heute vergleichsweise hoch. Dieser Aufwand lässt sich verringern, wenn wir es schaffen, die Schaltverluste zu senken. Eine weitere Möglichkeit ist die intelligente Integration der Steuerungseinheit in den Elektromotor, denn der Elektromotor muss ohnehin gekühlt werden.
Für die flächendeckende Nutzung von Elektrofahrzeugen ist eine Infrastruktur mit
einer ausreichenden Anzahl an Ladestationen erforderlich. Hier müssen wir die Vor2
aussetzungen für standardisierte Steckverbindungen und Kommunikationsschnittstellen für Ladevorgänge und sicheres Bezahlen schaffen.
Wir benötigen weiterhin ein „intelligentes" Stromnetz für CO2-frei erzeugten Strom.
Das so genannte Smart Grid ist in der Lage, zeitlich und räumlich verteilte Angebots und Bedarfsspitzen auszugleichen.
Beim Thema Geschäftsmodell gibt es noch keine ausreichenden Antworten. Es wäre
denkbar, dass man - ähnlich wie im Mobilfunk fürs Telefonieren - für die Kilometerleistung zahlt, während das Fahrzeug selbst oder die Batterie subventioniert wird.

Das setzt voraus, dass der Betreiber die Fahrleistung des Autos, die Ladeanforderungen, usw. kennt. Dazu muss das Fahrzeug „online" sein und das macht die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Infrastruktur notwendig, außerdem ein sicheres Abrechnungssystem und eine GPS-Navigation.
In all diesen Bereichen - Kosten, Reichweite der Batterie, Lade-Infrastruktur und
Smart Grid mit all seinen Aspekten - können Halbleiterlösungen von Infineon helfen,
den technologischen Durchbruch zu beschleunigen.

Ohne Halbleiter keine Elektromobilität
Gerade für Elektrofahrzeuge sind Halbleiter unerlässlich. Leistungshalbleiter übernehmen hier die Umwandlung und die Verteilung des elektrischen Stroms an den
Motor und andere Hilfsaggregate.
Durch unsere Erfahrung mit industriellen Antrieben ist Infineon schon heute in der
Lage, Leistungshalbleiter für Elektromotoren mit einer Leistung von bis zu 6.500 Volt
und 3.600 Ampere anzubieten.
Beim Batteriemanagement sorgen unsere Halbleiter für die Optimierung von Be- und
Entladevorgängen. So erhöhen sie Lebensdauer und Reichweite von Batterien um
zehn bis 15 Prozent.
Ein Aspekt der Elektromobilität ist die Möglichkeit, Stromreserven parkender Elektrofahrzeuge wieder in das Netz zurückzuführen, um Nachfragespitzen anderer Abnehmer auszugleichen. Für einen bidirektionalen Stromaustausch müssen die Ladeeinrichtungen ebenfalls mit zusätzlichen Halbleitern ausgestattet werden. Und da diese Vorgänge mit dem Stromanbieter abgerechnet werden, benötigt man auch für die Kommunikationsschnittstellen an Ladestation und Fahrzeug Sicherheits-Chips für Authentifizierung und sicheren Datenaustausch.
Sie sehen: Innovative Halbleiterlösungen sind Wegbereiter und Motor der Elektromobilität.
Sensoren, Mikrocontroller und Leistungshalbleiter von Infineon schaffen die
Voraussetzungen für marktfähige und bezahlbare Elektromobilität.
Neben technischen und infrastrukturellen Voraussetzungen ist aber auch die Entwicklung und Definition gemeinsamer Standards unerlässlich. Standards gewährleisten Interoperabilität, niedrigere Kosten und Sicherheit bei der Anwendung der Systeme.
Mit der Nationalen Plattform Elektromobilität der Bundesregierung bei der Infineon
in zwei Arbeitsgruppen mitarbeitet, schafft die Politik die notwendigen Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit von Staat, Wissenschaft und Industrie.
Elektromobilität ist ein komplexes Thema. Mit seiner weltweit führenden Automobilwirtschaft und seinem Know-how hat Deutschland die besten Voraussetzungen, der Leitmarkt für diese zukunftsweisende Industrie zu werden.
Unsere Halbleiter sind der essentielle Rohstoff für Innovationen in der
Elektromobilität.

Infineon - starker Partner für Elektromobilität
Als Innovationstreiber und Lieferant von Schlüsselkomponenten für Elektromobilität
wird die Halbleiterindustrie die Entwicklung hin zur Elektromobilität auf der Straße
aktiv mitgestalten. Bessere Umweltverträglichkeit, mehr Nachhaltigkeit bei der
individuellen Mobilität ist ein lohnendes Ziel, das den Lebenseinstellungen vieler
Verkehrsteilnehmer entgegenkommt
Infineon hat für eigene Forschungszwecke Elektro-Carts gebaut - auf Folie 5 ist es
das rote. Unsere Forschungsfahrzeuge zeigen, wie chipbasierte Technologien für
den elektrischen Antrieb in der Praxis funktionieren.
Als Weltmarktführer in der Automobil- und Leistungselektronik und mehr als 40 Jahre
Erfahrung in beiden Märkten ermöglichen wir mit unseren Lösungen den Aufbau
intelligenter Stromnetze und sorgen dafür, die Kosten des Antriebs durch die
Elektronik radikal zu senken sowie Reichweite und Effizienz der Batterie zu erhöhen.
Im Zukunftsmarkt Elektromobilität will Infineon der führende Chipanbieter werden.
Meine Damen und Herren, ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit!

Pressestatement Geisler Pressestatement Geisler
(Pdf, 317 KB)
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