12. BAIKA Jahreskongress

Zulieferer Innovativ 2010

Wertigkeit & Emotion – Antrieb & E-Mobilität – Strategien & Wettbewerb

Statements Pressegespräch

Zukünftige Mobilität

Zukünftige Mobilität

Ingolstadt 23. Juni 2010, Bei der Entwicklung von zukünftigen Antriebssystemen sind
grundsätzlich folgende Randbedingungen zu berücksichtigen:

  • Schwindende Erdölressourcen und damit entstehende Versorgungsrisiken
  • Verhalten der Gesetzgeber hinsichtlich Emissionsgrenzwerte
  • Klimaproblematik, wodurch der Zwang zur CO2-Reduzierung entsteht
  • Zunehmende Anzahl von Megacities
  • Mögliche Auflagen für den innerstädtischen Verkehr (Stadtmaut)
  • Käuferverhalten

Damit muss davon ausgegangen werden, dass sich die Fahrzeugkonzepte ändern.
Derzeit steht bereits die Elektromobilität im Focus der Politik und wird öffentlich sehr
intensiv diskutiert. Es gibt aber nach wie vor noch keine Anhaltspunkte, dass sie
generell den Verbrennungsmotor ablösen kann. Die Speicherung der elektrischen
Energie ist nicht gelöst und deren Erzeugung erfolgt größtenteils mit fossilen
Kraftstoffen. Solange dies der Fall sein wird, werden Elektrofahrzeuge keinen
positiven Beitrag zur CO2-Verminderung leisten können. Jeder Energieumwandlungs- und -speicherprozess bedeutet einen Wirkungsgradverlust.

Wird die regenerative Stromerzeugung für die Mobilität verwendet, dann fehlt dieser
so hergestellte Strom für andere Verwendungszwecke (Industrie, Haushalte).
Besteht der Bedarf, lokal z.B in Megacities emissionsfrei zu fahren, dann hat die
Elektromobilität durchaus ihre Daseinsberechtigung. Unter diesem Gesichtspunkt
sollte die Entwicklung von E-Fahrzeugen erfolgen, hohe Reichweiten mit
Batteriekapazität anzustreben, wird keine kurzfristige Lösung liefern.
Wir müssen uns also auf einen Mix von Antriebssystemen konzentrieren, d.h. es
müssen auch Anstrengungen unternommen werden, die Effizienz des
Verbrennungsmotors weiter zu steigern. Damit sind auch kurzfristig positive Effekte
bei der CO2-Verminderung erreichtbar. Hierzu muss auch die Regierung durch
Fördermittel beitragen.

Die Möglichkeiten der Hybridisierung des Antriebsstranges sind in einem deutlich
weiteren Blickwinkel zu untersuchen. Sowohl im verbrennungsmotorischen also im
elektrischen Teil eines Fahrzeugs sind neue Wege zu beschreiten.
Wir werden in Zukunft Fahrzeuge vorfinden, die anwendungsorientiert konzeptioniert
sind. Für Stadtfahrzeuge macht ein hoher Elektrifizierungsgrad Sinn, für hohe
Reichweiten muss der verbrennungsmotorische Antrieb optimiert werden.
Unabhängig von der Art des Antriebssystems ist es sehr wichtig, dass das
Fahrzeuggewicht reduziert werden kann. Hierzu tragen neue Materialen und
Auslegungsmethoden bei, zusätzlich ist auch die tatsächliche Notwendigkeit von
Komfortkomponenten kritisch zu hinterfragen. Einige der vielen Stellmotoren werden
während eines Fahrzeuglebens wohl sehr selten verwendet. Möglicherweise könnte
man diese Komponenten einfach zu Gunsten einer Gewichtsersparnis auch
weglassen. Insgesamt muss die Energieeffizienz weiter in den Vordergrund treten.
Wie lange wir uns den sogenannten Fahrspaß - wenn er der Energieeffizienz
entgegen steht - noch leisten können und wollen, ist die offene Frage.

Pressestatement Prof. Wachtmeister Pressestatement Prof. Wachtmeister
(PDF, 30 KB)
Seite bookmarken ...
Diese Veranstaltungen könnten für Sie von Interesse sein:
22.-24.05.2012, Messe Nürnberg
SENSOR + TEST 2012
Gemeinschaftsstand Bayern Innovativ
13.-15.06.2012, Neue Messe München
Intersolar 2012
Gemeinschaftsstand Bayern Innovativ
04.07.2012, SATURN ARENA, Ingolstadt
Zulieferer Innovativ 2012
14. BAIKA Jahreskongress
25.07.2012, TU München, Garching
Erfolgreich durch Vernetzung
Cluster-Kongress