

Erwin Huber
Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft,
Infrastruktur, Verkehr und Technologie
Neue Materialien sind einer der bedeutendsten Treiber für Innovationen in zahlreichen Branchen wie der Automobilindustrie und dem Flugzeugbau, dem Maschinenwesen und der Energietechnik oder der Sport- und Freizeitindustrie.
Die Materialwissenschaft hat somit eine besondere Querschnittsbedeutung. Die Grundlagenforschung konzentriert sich vornehmlich auf die Erzielung neuer Werkstoffe mit bislang nicht erreichten Eigenschaften. Die auf Anwendung orientierte Werkstofftechnik greift dagegen
Zielvorstellungen des Marktes auf. Unter Nutzung neuester wissenschaftlicher Ergebnisse und modernster Fertigungstechnik gelingen komplexe Materialsysteme für innovative Produkte und Verfahren.
Neuartige Faserverbundwerkstoffe und multifunktionale Stahllegierungen für den Leichtbau, kratzbeständige Beschichtungen mit attraktiver Optik, leitende Kunststoffe für die Polymerelektronik, technische Textilien für die Nanofiltration oder Keramikfolien zum sicheren Betrieb
hochleistungsfähiger Lithium-Ionen Batterien sind nur einige Beispiele.
Bayern verfügt heute, auch als Ergebnis der „Offensive Zukunft Bayern“ und der „High-Tech Offensive“, über eine leistungsstarke Infrastruktur im Bereich Neuer Materialien. Hierzu zählen Institute, Forschungsverbünde und Kompetenzzentren sowie zahlreiche Unternehmen, die
auf der Basis weiterentwickelter Werkstoffe neue Produkte realisieren. Innovationen im Werkstoffbereich sind essenziell, um sich in etablierten Märkten zu behaupten und sind häufig die treibende Kraft, neue Märkte zu erschließen. Sie erfordern dabei enge und zielgerichtete
Zusammenarbeit über Technologien und Branchen hinweg.
Zielsetzung der „Allianz Bayern Innovativ“ der Bayerischen Staatsregierung ist deshalb eine noch intensivere Vernetzung in allen Stufen der Wertschöpfungskette zur weiteren Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Dies gilt für junge aufstrebende Branchen wie für die etablierten
Industriezweige mit ihrer großen Bedeutung für Bayerns Wirtschaft.
Vor diesem Hintergrund konzipierte die Bayern Innovativ GmbH, verantwortlich für das Management der Cluster Neue Werkstoffe und Automotive, das sechste Symposium „Material Innovativ 2007“ gemeinsam mit der Kompetenzzentrum Neue Materialien Nordbayern GmbH und mit Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie.
Der Kongress – eingebettet als Kernaktivität in den Cluster Neue Werkstoffe – konzentrierte sich auf neueste Materialien im Automobilsektor, vom Leichtbau über die Antriebstechnik mit extremen Anforderungen hinsichtlich Temperatur und mechanischer Belastung bis hinein in die Elektronik zur Erhöhung von deren Zuverlässigkeit. Er führte auf breiter Ebene Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, präsentierte Beispiele jüngster Innovationen, bot Einblick in laufende Entwicklungen und diskutierte sich abzeichnende Trends.
In Verbindung mit der begleitenden Ausstellung bildete diese Plattform einen attraktiven Treffpunkt für die Anbahnung neuer Kontakte für zukünftige Innovationen.