

Weltweites BAIKA One-on-One in Lindau
Effiziente Fahrdynamik, verstärkter Einsatz von Elektronik im Fahrzeug, neue Bedienkonzepte,
Materialentwicklungen und Leichtbau, das sind einige der aktuellen Technologietrends in der
Automobilindustrie. Gleichzeitig wird das Portfolio an Modellen erweitert. Über 70 Prozent
der Wertschöpfung wird von den Zulieferern erbracht. Innovationen sind deshalb von größter
Bedeutung. Aus diesem Grund entsteht immer mehr Interesse an Technologien und Erfahrungen für die nächste Generation neuer Entwicklungen.
Diesem Ziel diente das achte BAIKA One-on-One am 24. / 25. September in der Inselhalle in Lindau, wieder ausgerichtet mit den beiden Partnern Amt für Wirtschaft, St. Gallen und dem Verband der Automobilindustrie (VDA), dem Veranstalter der IAA in Frankfurt sowie mit besonderer Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie.
Das Interesse an Expertise aus anderen Branchen mit Relevanz für die automobile Technik von morgen ist steigend. Erstmals wurden deshalb Vertreter von Luft- und Raumfahrt – wie z. B. der EADS – des Maschinenbaus sowie verstärkt aus der Elektronik und dem Werkstoffsektor eingebunden. Wie auch eine Umfrage der Bayern Innovativ im Vorfeld des Forums zeigte, waren mehr als die Hälfte der Teilnehmer sowohl an Kontakten zur Automobilindustrie als auch zur Luft- und Raumfahrt interessiert.
Der neue, erweiterte Ansatz stieß auf große Resonanz. 300 Repräsentanten von 200 Firmen aus 25 Ländern, aus den USA und Kanada, zahlreichen Ländern West- und Osteuropas sowie aus Indien, Thailand und China, wurden in über 1.000 Meetings gezielt zusammengeführt. Erstmalig kam über die Hälfte der Teilnehmer aus Bayern bzw. dem Bundesgebiet, dies u. a. ein Ergebnis der erfolgreichen Arbeit im Cluster Automotive.
Besondere Impulse setzten die Referate von Audi und BMW über die Chancen, aber auch die Erwartungen und Anforderungen an die Zulieferer sowie der Beitrag von EADS über Transferpotenziale aus der Luftfahrt – von Sensorik und Elektronik über autonome Systeme,
Mechatronik zur Akkustikkontrolle bis hin zu Simulationstools und Faserverbundanwendungen.
„Entwicklungen in der Elektronik und bei Neuen Materialien stellen äußerst interessante Schnittmengen dar, wenn es um branchenübergreifende Vernetzung für künftige Innovationen geht“, so Stefan Martin vom internationalen Einkauf der BMW Group. „Diesen Blick über die Grenzen wird BMW zusammen mit Bayern Innovativ auch beim Kongress Tomorrow+ in der neuen BMW Welt Ende Oktober angehen, mit anderer Schwerpunktsetzung und weit nach vorne gerichtet.“
Auch die Hintergrundinformationen zum nun 10-jährigen Bestehen des Netzwerkes BAIKA und den verstärkten Aktivitäten des Clusters Automotive fanden großes Interesse. Allen Teilnehmern war klar, dass diese Strukturen die Basis für ein derart erfolgreiches One-on-One bilden, das weltweit zu den führenden Plattformen dieser Art zählt.
BMW beteiligte sich neben dem Impulsvortrag zum ersten Mal auch an den One-on-One Gesprächen. 18 Meetings und eine gleich hohe Anzahl zusätzlicher Kontakte bedeuteten ein intensives und erfolgreiches Erleben von One-on-One.
Unter den Firmen fanden sich namhafte Systemlieferanten wie Dräxlmaier, Keiper, Siemens, Continental, Behr und TATA, die in diesem Jahr weniger den Einkauf, sondern größtenteils ihre Entwickler nach Lindau schickten. Auch dies ist als Signal für das Interesse an neuen Technologien aus anderen Branchen zu werten.
Neben den individuellen Meetings bedarf es einer gemeinsamen verbindenden Plattform. Diesen Rahmen bot die abendliche Schifffahrt zum Schloss Montfort in Langenargen bei herrlichem Sonnenuntergang. Hier wurden unzählige weitere Kontakte geknüpft. Es war kaum zu glauben, dass die Teilnehmer aus 25 Ländern wenige Stunden vorher erstmals zu Gesprächen zusammen gekommen waren.
Besonders erwähnt wurde die exzellente Zusammensetzung der Teilnehmer sowie die Professionalität der Vorbereitung und Durchführung der Meetings. So wurde erstmals eine Erfolgsquote von deutlich über 50 Prozent erzielt. Zahlreiche Teilnehmer bedankten sich beim Abschied für viele neue Geschäftsverbindungen. Sie werden die Kunde von One-on-One weiter
tragen und wieder kommen, vielleicht schon im nächsten Jahr – dann wieder nach St. Gallen.