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Beschaffung und Logistik im öffentlichen Sektor
In Ausschreibungen und Beschaffungsprozessen verbergen sich enorme Einsparpotenziale. Einer Studie des Bundeswirtschaftsministeriums zufolge könnten hier jährlich bis zu 1,7% des Bruttoinlandsproduktes eingespart werden. Der Cluster-Treff „Beschaffung und Logistik im öffentlichen Sektor“ am 18. Oktober 2007 an der Universität der Bundeswehr in Neubiberg zeigte anhand konkreter Praxisbeispiele, wie Einsparungen erreicht werden können.
Die Professoren Michael Eßig, Universität der Bundeswehr und Rainer Thome, Universität Würzburg, führten an, dass bei Ausschreibungen die Haupt-Einsparpotenziale darin liegen, die Anforderungen frühzeitig festzulegen. Gleichzeitig gilt es, vor allem bei kleineren und mittleren Vergabestellen, qualifiziertes Personal bei der Umsetzung von Vergabevorschriften sowie zur Qualitätsbeurteilung erbrachter Leistungen zur Verfügung zu haben, so Dr. Uli Fiedler, Kanzler der FH Neu-Ulm, und Stefan Sembritzki, Leiter Zentrale Dienste der Stadt Nürnberg. Siegfried Hoos, Leiter Serviceabteilung Strategischer Einkauf Bundeswehr, demonstrierte, dass es sinnvoll ist, alle Aufgaben, die von einem Unternehmen nicht autonom geleistet werden, in einem Netzwerkverbund zu bearbeiten. Lösungsansätze und Erfolgsmodelle zielen vor allem darauf, Standards im Prozessablauf einzuführen, damit Softwareprogramme besser genutzt werden, die u. a. Vorgänge automatisch dokumentieren.
Im Anschluss hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, das Logistikzentrum der ITG in Schwaig am Flughafen München zu besichtigen. Insgesamt zeigten die Teilnehmer sehr reges Interesse, das Thema noch weiter zu vertiefen und ihre aktuellen Beschaffungsproblematikenn zu diskutieren.