Dr. Georg Rosenfeld, Fraunhofer Gesellschaft, München
Um im Strom der weltweiten Technologietrends eine klare Orientierung zu finden, hat die Fraunhofer-Gesellschaft zahlreiche Forsight-Studien anderer Industrienationen und Roadmaps internationaler Unternehmen ausgewertet, die Ergebnisse mit internen und externen Experten diskutiert und weiterentwickelt. Aus dem Vergleich der nationalen und internationalen Forschungstrends mit den derzeitigen Kompetenzen und Stärken der Fraunhofer-Gesellschaft ergaben sich zwölf Technologiefelder, von denen wir in besonderem Maß marktrelevante Innovationen erwarten.
Diese zwölf Themen, die unter dem Titel »Perspektiven für Zukunftsmärkte « veröffentlicht wurden, stellt Dr. Georg Rosenfeld, Hauptabteilungsleiter Unternehmensentwicklung, auf dem Kongress Tomorrow+ in München vor. Diese Forschungsfelder zeichnen sich durch ein herausragendes Innovationspotenzial und große Marktnähe aus. Der hohe Forschungs- und Entwicklungsbedarf in diesen Bereichen kann in besonderer Weise von der Fraunhofer-Gesellschaft erfüllt werden. Die entsprechenden Arbeiten werden daher von den Fraunhofer-Instituten gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft energisch vorangetrieben. »Wenn wir unsere Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf diese Weise zielgerichtet konzentrieren, stärken wir die heimische Wirtschaft als Anbieter innovativer und weltweit erfolgreicher Produkte, Verfahren und Dienstleistungen. Wir erschließen neue Märkte und ermöglichen nachhaltiges Wachstum«, sagt
Dr. Georg Rosenfeld: »Wenn es uns gelingt, an den künftigen Wachstumsmärkten teilzuhaben, können wir einen erheblichen Beitrag für die Zukunftssicherung des Standorts Deutschland leisten. Die ‘Perspektiven für Zukunftsmärkte’ bieten uns Orientierung auf diesem Weg.« Die zwölf Themen decken eine Vielzahl von Branchen und Industriezweigen ab. Felder, in denen Deutschland führend ist, wie die Lasertechnik, die optischen Technologien oder die Solarenergie, aber auch noch junge Gebiete wie das »Internet der Dinge«, die Adaptronik oder die Polytronik, können der deutschen Wirtschaft Chancen und Wachstum bieten.
Technologieführer
Technische Entwicklungen bestimmen unseren Alltag. Sie werden ihn zunehmend prägen und tief greifend verändern. Die Zukunft mitgestalten können wir nur, wenn wir wissen, was auf uns zukommt. Wie können wir den Überblick behalten? Der von der Fraunhofer-Gesellschaft herausgegebene »Technologieführer« kann hier fundierte Hilfestellung geben. In über 100 Beiträgen beschreiben renommierte Experten anschaulich alle wesentlichen Technologiefelder.
Der Technologieführer erklärt verständlich Technik von heute und morgen und ist mit vielen Bildern, Zeichnungen und Graphiken illustriert. Er richtet sich an technologisch Interessierte aus Gesellschaft und Politik, Wirtschaft und Forschung, nicht nur an Spezialisten, sondern an alle neugierigen Menschen, die wissen wollen, wohin die Reise geht. Sie finden im Technologieführer ein breites Themenspektrum – von der Informations- und Kommunikationstechnik über Materialien, Mobilität und Transport bis hin zu Energie- und Ressourcen sowie Umwelt und Natur, Sicherheit und Verteidigung.
Ähnlich wie ein Tourist, der sich eine unbekannte Stadt mit dem Reiseführer in der Hand erschließt, können sich interessierte Leserinnen und Leser mit den dargestellten Technologiefeldern vertraut machen. Dr. Georg Rosenfeld, Hauptabteilungsleiter Unternehmensentwicklung in der Fraunhofer-Zentrale, betont: »Überblicksdarstellungen erleichtern die Diskussion, nicht nur für Laien, sondern auch für Forscher unterschiedlicher Disziplinen. Neues entsteht häufig an der Schnittstelle der Fach- und Erfahrungsbereiche, vor allem da, wo Wissen auf ungewohnte Weise zusammengebracht wird.« Der Diskurs über Technologien und der kreative Umgang damit geht uns alle an, denn technische Möglichkeiten bestimmen wesentlich, wie wir mit globalen Herausforderungen umgehen können – mit der wachsenden Weltbevölkerung und knappen Ressourcen oder mit immer kürzer werdenden Innovationszyklen. »Wir haben einen erheblichen
Aufwand betrieben, weil wir hoffen, dass der Technologieführer zu einem breiten Verständnis der heutigen Technologien beiträgt. Und vor allem, um die Leserinnen und Leser zu Ideen und
zahlreichen Geistesblitzen anzuregen. Denn wir sollten die Gestaltung unserer Zukunft in die Hand nehmen und nicht anderen überlassen «, betont Rosenfeld: »Am Technologieführer haben über 150 Experten aus kleinen und mittleren Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen, Verbänden und Behörden mitgewirkt. Wir haben uns mit ihnen beraten, die Themen ausgewählt und in intensivem Dialog mit den Autoren abgestimmt. Die Ausgewogenheit konnten wir durch den Herausgeberbeirat gewährleisten. Technologie-Generalisten sowie international anerkannte Spezialisten haben die 13 Themenfelder betreut.«