Internationaler Kongress und Ausstellung

Forum Life Science 2007

Statements Pressegespräch

Größter Life Science-Kongress in Deutschland

  • 1.000 Teilnehmer aus 18 Ländern aus Wirtschaft und Wissenschaft
  • Innovationen der Biotechnologie in Pharma, Ernährung und Chemie
  • Experten aus Europa, USA, Asien und Australien berichten über aktuelle Forschung und marktreife Produkte
  • Eröffnungsrede durch Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber

Garching/Nürnberg. Innovative, biotechnologisch entwickelte Pharmazeutika für die spezifische Behandlung von Krankheiten wie Krebs oder Diabetes, neue gesundheitsfördernde Lebensmittel für die Stärkung des  Immunsystems, neuartige Verfahren in der Chemie für Produkte wie Kraftstoffe oder Polymere auf der Basis nachwachsender Rohstoffe – fast täglich erfahren wir über wissenschaftliche Erkenntnisse, über neue, besonders wirksame Produkte, über einschneidende Veränderungen in der Industrielandschaft dieser Wachstumsmärkte.
Denn die Biotechnologie, der Baukasten der Natur, lässt sich immer mehr in den verschiedensten Branchen vorteilhaft nutzen. Sie steht damit im Fokus der Industrie, setzt weiterhin Impulse in der Wissenschaft und weckt große Hoffnungen bei den Menschen.

Ziele des Kongresses
Der fünfte internationale Kongress „Forum Life Science“ am 14.-15. Februar 2007 an der Technischen Universität München in Garching führt sie zusammen: Experten und Anwender aus Wirtschaft und Wissenschaft aus der Biotechnologie und Pharmaindustrie, der Medizintechnik, der Lebensmittelindustrie und Ernährungsphysiologie, sowie aus dem weiten Feld der chemischen Industrie.
Sie berichten über aktuelle Forschungsprojekte, präsentieren neueste marktreife Entwicklungen und skizzieren sich abzeichnende Trends. In Verbindung mit der begleitenden Ausstellung mit 110 Firmen und Instituten setzt dieser Kongress neue Impulse und Kooperationen für zukünftige Produktentwicklungen auf der Basis der Biotechnologie.


Bayern Innovativ GmbH – Konzeption und Organisation
Die Bayern Innovativ GmbH ist die Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer des Freistaates Bayern mit Sitz in Nürnberg. Mit einem interdisziplinären Team von 70 Mitarbeitern identifiziert sie aktuelle Themen und Trends, entwickelt die inhaltliche Konzeption und akquiriert Referenten und Aussteller. Auf der Basis ihrer langjährigen Erfahrung mit dem internationalen Netzwerk „Life Science Bavaria“ gelingt es, Teilnehmer aus zahlreichen Ländern anzuziehen und zielgerichtet auf einem Kongress zusammenzuführen.


Tagungsort Technische Universität München in Garching
Die TU München mit ihrem Präsidenten Prof. Dr. Drs. hc. Wolfgang A. Herrmann bietet in einzigartiger Weise die Vernetzung der Disziplinen Ingenieurwissenschaft, Naturwissenschaft, Medizin und Ernährung. Der Campus in Garching beherbergt Chemie und Medizintechnik, liegt in räumlicher Nähe zu den Ernährungswissenschaften in Freising-Weihenstephan und zur Biotechnologie in Martinsried.
Mit der Auszeichnung zur Elite-Universität ist es für alle Beteiligten eine zusätzliche besondere Ehre und Motivation, den Kongress wieder auf dem Campus in Garching unter Einbindung zahlreicher Institute der Technischen Universität München ausrichten zu dürfen.


Das Plenum – der übergreifende Bogen
Das Plenum spannt den Bogen von den politischen Rahmenbedingungen über die Anwenderbranchen Chemie, Ernährung und Pharma, hinein in die Biotechnologie sowie in das gerade anlaufende 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union.

Den Kongress eröffnete Bayerns Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, Erwin Huber. In seiner Rede schilderte er die Bedeutung der Biotechnologie und der Life Sciences sowie aktuelle Maßnahmen wie die Cluster-Offensive Allianz Bayern Innovativ, die die weitere Entwicklung des zukunftsorientierten High-Tech-Standort Bayerns unterstützt.

Prof. Wolfgang A. Herrmann, Präsident der TU München, skizzierte seine richtungsweisenden Visionen einer interdisziplinären Wissenschaft in einem internationalen Umfeld. Die industrielle Dimension der Weißen Biotechnologie mit großem Potenzial für weitere, vielfältige Produkte, z.B. Biopolymere, Kosmetika, Kraftstoff-Additive oder neuartige Beschichtungen beschrieb Dr. Alfred Oberholz, Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Degussa GmbH.

Dr. h.c. Helmut Maucher, Ehrenpräsident der Nestlé S.A., stellte das Wachstumspotenzial der Lebensmittelindustrie vor – sowohl quantitativ durch die Zunahme der Kaufkraft in zahlreichen Ländern, wie auch qualitativ in etablierten Märkten durch neue Lebensmittel mit Zusatznutzen für den Konsumenten.

Translationale Forschung stand im Mittelpunkt der Ausführungen von Prof. Dr. Günther Wess, CEO der GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit. Dies bedeutet die Zusammenarbeit von Grundlagen-Forschung und klinischer Prüfung, wie sie in der GSF verstärkt angegangen und weltweit, vor allem auch in Nordamerika, etabliert wird.

Die weitere Entwicklung der Biotechnologie-Szene in Bayern sowie die speziellen Aktivitäten des Biotech-Clusters schilderte Prof. Dr. Horst Domdey, Vorstand der Bio-M Biotech Cluster Development GmbH, Martinsried.

Prof. Dr. Josef Nassauer und Dr. Matthias Konrad, beide Bayern Innovativ GmbH, präsentierten mit „TransBio“ ein erstes EU-Projekt mit transatlantischer Zusammenarbeit von sechs Partnern aus Europa sowie Massachusetts und Quebec von nordamerikanischer Seite.
 

Top-Themen aus Wirtschaft und Wissenschaft
66 Referenten aus elf Ländern demonstrieren innovative Biotechnologie in Pharma-Entwicklung und personalisierter Medizin (Drug Development), im Design gesundheitsfördernder Nahrungsmittel (Food & Nutrition) sowie in der biotechnologischen Herstellung chemischer Produkte (Industrial Biotechnology).

Personalisierte Medizin erfordert spezifische Diagnostik und Therapie. Die Diagnostik beschreitet verschiedene Wege: Bildgebende in vivo-Verfahren der Medizintechnik, wie Dr. Stephan Feldhaus, Siemens Medical Solutions, sie vorstellt, oder auch biotechnologische in vitro-Verfahren.
Durch die Kombination von Diagnostik und hochspezifischer Therapie können Patienten besonders effizient behandelt werden, wie u.a. von Dr. Tim M. Jaeger und Dr. Thomas Baier von Roche ausgeführt wird. Das Pharma-Unternehmen ist auf diesem Gebiet Vorreiter und mit einem der europaweit bedeutendsten Standorte für Biopharmazeutika und Diagnostika im bayerischen Penzberg vertreten. Interessante Einblicke in die internationale Zusammenarbeit bei der Pharma-Entwicklung verspricht die Präsentation von Dr. Ramani Aiyer von Nicholas Piramal India Ltd. aus  Indien.

Als eines der ersten Unternehmen der Nahrungsmittelindustrie hat sich Nestlé auf Ernährung und Gesundheit ausgerichtet: Aktivitäten des firmeneigenen Forschungszentrums präsentiert dessen Direktor Prof. Dr. Peter van Bladeren. Erkenntnisse aus der Nutrigenetik ermöglichen maßgeschneiderte Produkte der Ernährungsindustrie (Sciona Inc. und Tufts University). Doch hängt die Akzeptanz neuer Lebensmittel weitgehend vom Geschmackserlebnis ab. Wichtige Forschungs-ergebnisse zu Aroma, Geschmack und Geruch legt u.a. der Philip-Morris-Preisträger Prof. Hanns Hatt von der Ruhr-Universität Bochum dar, der die molekularen Grundlagen des Riechens und Schmeckens erforscht, sowie Prof. Dr. Thomas Hofmann vom neu gegründeten Lehrstuhl für Lebensmittelchemie und Molekulare Sensorik der TU München in Freising-Weihenstephan.

Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung, Umweltverträglichkeit sind die Schlagwörter der Weißen Biotechnologie als einem integralen Teil der zukünftigen chemischen Industrie. So lassen sich z.B. mit Biokatalyse und Mikroorganismen neue innovative Produkte entwickeln oder etablierte Substanzen auch auf Basis nachwachsender Rohstoffe herstellen. Andererseits können mit neuartiger chemischer Katalyse bioabbaubare Polymere gewonnen werden, wie Philip-Morris-Preisträger Dr. Gerrit Luinstra von der BASF am Beispiel der PHB-Synthese vorstellen wird. Ein weiteres Beispiel sind  Biokraftstoffe mit der Perspektiven hin zur Bioraffinerie (Dr. André Koltermann, Süd-Chemie AG; Dr. Rupert Pfaller, Wacker Chemie AG).

 
Teilnehmer

Der Kongress führt 1.000 Experten aus 18 Ländern zusammen, neben Deutschland aus Australien, Belgien, China, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Niederlande, Österreich, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn und die USA.
Vertreten sind renommierte Unternehmen wie Akzo Nobel, BASF, Bayer, Boehringer Ingelheim, Carl Zeiss Imaging, Danisco, Degussa, GE Health Care, GPC Biotech, Henkel, Hipp, Kraft Foods, Linde-KCA-Dresden, Merck, Morphosys, Procter + Gamble, Roche Diagnostics, Sandoz, Sartorius und Siemens AG Medical Solutions.

Forschungseinrichtungen repräsentieren u.a. BayFOR, BayGene, Fraunhofer-Institute, Kompetenzzentren für Medizin oder für Fluoreszente Bioanalytik, des Weiteren beteiligen sich Universitäten, Fachhochschulen, Fördergesellschaften sowie Bundesministerien.
110 Aussteller präsentieren ihre zukunftsweisende Technologie- und Entwicklungskompetenz mit Produkten und Dienstleistungen aus den Bereichen Wirkstoffe und Diagnostika, Bioverfahrenstechnik, Biomaterialien sowie Ernährung und Landwirtschaft.

Diese herausragende Resonanz ist Ergebnis einer nun achtjährigen, intensiven Entwicklung des internationalen Netzwerkes ‚Life Science Bavaria’ durch zielgerichtete Projektaktivitäten mit Wissenschaft und Industrie sowie der nachhaltigen Zusammenarbeit mit Partnern“, erklärt Prof. Josef Nassauer, Geschäftsführer der Bayern Innovativ GmbH.


Partnerorganisationen – Kooperationspartner
Unter der fachlichen Leitung der Bayern Innovativ GmbH wird dieser Kongress unterstützt von der Technischen Universität München, der DECHEMA e.V., vom Verband der Chemischen Industrie, den Bioregionen in Bayern und dem Forum MedTech Pharma e.V. sowie dem britischen und niederländischen Generalkonsulat.

Um den Kongress „Forum Life Science 2007“ gruppiert die Bayern Innovativ GmbH weitere Veranstaltungen, die zusätzliche Teilnehmer anziehen: 

  • EU-Projekt Transbio: Partnering Event und Workshop Europa –Nordamerika 
    (12./13.Februar 2007)
  • One-on-One MedTech-Pharma-Biotech
    (13. Februar 2007)
  • Informationsworkshop zu Life Sciences im 7. EU-Forschungs-rahmenprogramm
    (15. Februar 2007)
  • vdbiol-Jobtag
    (15. Februar 2007)  

 

Ein besonderes Ereignis bildet der Abendempfang am 14. Februar 2007 in der Münchner Residenz, den das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie und die Bayern Innovativ GmbH für die Teilnehmer aus aller Welt ausrichten.
Bayern ist somit für einige Tage internationaler Treffpunkt für Experten und Anwender aus weiten Bereichen der Biotechnologie. Insider sprechen von den „Life  Science-Tagen in München“.

 

 

 

 

 

 

 

Ansprechpartner für Pressefragen
Dr. Petra Blumenroth
Tel. +49 911-20671-116
Fax +49 911-20671-5116

Bayern Innovativ GmbH
Gewerbemuseumsplatz 2
90403 Nürnberg 

Fachlicher Ansprechpartner
Dr. Matthias Konrad
Tel. +49 911-20671-148
Fax +49 911-20671-766

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