Kooperationsforum

Drug Development

Strategien – Technologien – Therapien

Pressemitteilung

Innovative Arzneimittel – von der Forschung zum Patienten

  • Entwicklung neuer, sicherer und hochspezifischer Wirkstoffe 
  • Erfolgreiche Zusammenarbeit in der translationalen Forschung
  • 4. Kooperationsforum mit Experten aus fünf Ländern in Würzburg

Nürnberg/Würzburg, 11.11.2009 – Erfolgreiche Arzneimittelentwicklung erfordert das rasche Umsetzen wissenschaftlicher Ergebnisse, vom Labor zum Patienten. Ziel sind verbesserte, hochspezifische Wirkstoffe für individuell angepasste Therapien. Damit wird beispielsweise die Behandlung komplexer Erkrankungen –wie bestimmter Formen von Krebs – ermöglicht.
Die Entwicklung eines neuen Medikamentes einschließlich klinischer Testung dauert derzeit 10 bis 15 Jahre. Um die Effizienz in diesem Prozess zu steigern, ist eine intensive und frühzeitige Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure aus Wissenschaft, Industrie und Kliniken erforderlich.

Bayern bietet mit führenden wissenschaftlichen Einrichtungen, innovativen Biotechnologie-Unternehmen, einer internationalen Pharma-Industrie sowie herausragenden Kliniken hierfür eine exzellente Basis. Würzburg ist ein Zentrum für die biomedizinische Forschung und Schnittstelle zur klinischen Entwicklung.


Das Kooperationsforum

Die Bayern Innovativ GmbH als Koordinator des Netzwerkes „Life Science“ konzipiert und organisiert zu diesem Thema das 4. Kooperationsforum "Drug Development" gemeinsam mit der Universität Würzburg. Die aktive Einbindung des Enterprise Europe Networks bietet darüber hinaus neue Chancen für einen transnationalen Wissenstransfer. Als strategischer Partner wurde Roche gewonnen.

Experten aus der Pharma- und Biotech-Industrie sowie der Wissenschaft präsentieren Strategien für Forschungskooperationen und neue Technologieplattformen für die Wirkstoffentwicklung, ausgerichtet auf Onkologie und Infektionskrankheiten. Dabei stehen Themen wie personalisierte Medizin, molekulare Diagnostik, Oligonukleotid-Wirkstoffe, chemische Proteomics und Wirkstoffsicherheit im Vordergrund.

Einen Schwerpunkt des Forums bildet die translationale Forschung, also die früh¬zeitige Zusammenarbeit von Pharma oder Biotech mit der Klinik.
An der Universität Würzburg wurde nach US-amerikanischem Vorbild in Deutschland erstmalig eine hoch spezialisierte Therapieeinheit, die sogenannte Phase-I-Unit, geschaffen. Sie ermöglicht die schnelle Umsetzung neuester Forschungserkenntnisse in die klinische Anwendung an Patienten. Die gemeinsame präklinische Entwicklung eines Wirkstoffes zur Tumorbehandlung mit Novartis ist Basis für weiterführende klinische Phasen.
Ergebnis einer erfolgreichen Kooperation ist auch die Entwicklung von Removab® der Trion Pharma, dem ersten zugelassenen Medikament gegen maligne Aszites. Die sogenannte "Bauchwassersucht" ist häufig Folge einer Krebserkrankung, vor allem gastro¬intestinaler Tumoren oder Ovarialkarzinome. 

Die führenden Akteure aus Grundlagenforschung, innovativen mittelständischen Unternehmen und führenden Pharmaunternehmen auf europäischer Ebene bringt die Innovative Medicines Initiative (IMI) zusammen. Prof. Michel Goldman, Executive Director der IMI, stellt dar, wie durch neue Konzepte Engpässe der Arzneimittelentwicklung überwunden und damit effiziente und sichere Arzneimittel dem Patienten schneller zugänglich werden.  

Durch eine Risikostratifikation von Patienten lassen sich bereits vor Behandlungsbeginn die mögliche Unwirksamkeit bzw. die Nebenwirkungen einer Therapie aufgrund individueller genetischer Besonderheiten des Patienten ausschließen. Molekulare Diagnostik analysiert genomische und proteomische Interaktionen und ist entscheidend für die personalisierte Medizin. Strategien für die Entwicklung neuer Therapien stellt Roche vor.

Aktuell sind über 100 Teilnehmer aus Deutschland, Frankreich, Belgien, Dänemark und den USA angemeldet, darunter Unternehmen und Forschungseinrichtungen wie Amptec, AURIGON Life Science, Boehringer Ingelheim, Cardiac Research, Daiichi Sankyo, FOCUS Clinical Drug Development, Fraunhofer-Gesellschaft, GE Healthcare, Genelux, Invitrogen, Morphosys, PROvendis, Rentschler Biotechnologie, Roche, Thermo Fischer und die Universität Würzburg.

Das Forum bietet somit eine ideale Plattform zum Erfahrungs- und Wissensaustausch und zur Erschließung neuer Kooperationen und Anwendungsfelder.


Pressegespräch

Um 13:00 Uhr findet ein Pressegespräch statt, zu dem wir Sie ebenfalls herzlich einladen. Für ein Statement und Ihre Fragen stehen zur Verfügung:

  • Prof. Dr. Michel Goldman, Executive Director, Innovative Medicines Initiative, Brüssel
  • Dr. Thorsten Gutjahr, Head Divisional Biomarkers, Roche Diagnostics, F. Hoffmann-La Roche AG, Basel 
  • Dr. Horst Lindhofer, CEO, TRION Pharma GmbH, München
  • Prof. Dr. Martin Lohse, Sprecher Rudolf-Virchow-Zentrum, Universität Würzburg
  • Prof. Dr. Josef Nassauer, Geschäftsführer, Bayern Innovativ GmbH, Nürnberg 


Veranstaltungshinweis

Am 2. Dezember 2009 findet im Museum im Kulturspeicher, Würzburg eine Podiumsdiskussion zum Thema „Hightech-Standort Deutschland – Perspektiven für den Marktzugang innovativer Arzneimittel“ statt.

Experten aus Wissenschaft und Politik sowie der Pharma- und Biotech-Industrie erörtern die Thematik „Marktzugang innovativer Arzneimittel“ vor dem Hintergrund begrenzter Budgets im Gesundheitswesen.

Zu dieser Podiumsdiskussion sind Sie als Medienvertreter ebenfalls herzlich eingeladen. Bitte melden Sie sich an unter:
www.bayern-innovativ.de/pharma-innovation2009/presseanmeldung

Pressemitteilung – Innovative Arzneimittel Pressemitteilung – Innovative Arzneimittel
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