

Schnelles Handeln ist notwendig, um die LKW-Parkraumnot längs der deutschen Autobahnen zu entschärfen, da heute schon über 9000 Stellplätze fehlen und der Fernverkehr jährlich um weitere 4 % zunehmen wird. Der notwendige klassische Ausbau benötigt allerdings viel Zeit und ist teuer. Neue Konzepte sind erforderlich, um dem Parkraumkollaps zu entgehen. Die ASSIT GmbH hat ein Parkraum-Optimierungssystem für Tank- und Rastanlagen entwickelt, mit dem rund 4000 bis 6000 LKW mehr einen Stellplatz finden.
Unbestritten ist die Tatsache, dass es auf absehbare Zeit keine realistischen Alternativen zum jetzigen Transportmittel Nummer eins, dem LKW geben wird. Auch wenn die Anstrengungen der Bahn und der Binnenschifffahrt groß sind, über 80% der Waren rollen über die Straßen, denn der LKW-Transport ist das Rückgrat der modernen Wirtschaft. Nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Groß- und Außenhandel (BGA) betrug das bundesweit beförderte Frachtvolumen 2005 rund vier Milliarden Tonnen, die schnell und termingenau ans Ziel gebracht werden müssen.
Allerdings werden die Engpässe bei dem Transportsystem Straße an vielen Stellen sichtbar. Ein ganz eklatantes Beispiel bieten die Rastplätze für LKW an den Autobahnen.
Zwar gab es 2004 an den Bundesautobahnen 429 bewirtschaftete und rund 1.520 unbewirtschaftete Rastanlagen mit rund 21.000 Lkw-Stellplätzen. Hinzu kommen noch rund 19.000 Lkw-Stellplätze auf Autohöfen. Aber nach vorsichtigen Schätzungen fehlen heute bereits 9.000 Stellplätze. Bei einem jährlichen Zuwachs des Frachtverkehrs um rund 4% fehlen in 5 bis 10 Jahren bereits über 15.000 Plätze.
Dabei sind die von der Politik vorgegebenen Verschärfungen über Lenk- und Arbeitszeiten der Fernfahrer noch nicht mit eingerechnet. Zur Zeit schiebt die Politik das Problem auf die schwächsten in der Kette, die Fahrer, ab. Aber es geht hier um eine wirtschaftsfreundliche Infrastruktur, um viele tausend Arbeitsplätze und natürlich auch um zusätzliche Umweltbelastungen durch den stark zunehmenden Parksuchverkehr. Wenn die Fahrer ihr Lenkzeitmaximum erreicht haben, müssen sie eine Pause einlegen. Und wenn die Parkflächen auf den Autobahnen belegt sind, weichen sie zwangsläufig auf nahe gelegene Randgebiete z.B. in nahe Industriegebiete aus. Eine weitere, allerdings nicht ungefährliche Variante ist das Parken von LKW auf Randstreifen und in Ein- und Ausfahrten von Tank- und Rastanlagen.
Schnelle Abhilfe ist notwendig
Allein um die wirtschaftliche Entwicklung nicht zu gefährden, sind schnellstens umfassende Maßnahmen erforderlich. Der klassische Ausbau der LKW-Parkflächen ist dringend nötig, allerdings mit langen Genehmigungsverfahren und hohen Kosten verbunden. Zwar wäre das Geld für solche Maßnahmen durch die Mehreinnahmen aus der Maut vorhanden, aber die Politik zögert.
Vor dieser Ausgangslage hat die Assit GmbH ein Konzept für die optimierte Nutzung von LKW-Parkflächen an Autobahnen erarbeitet, mit dem schnell und kostengünstig 4000 bis 6000 LKW-Stellplätze zusätzlich zur Verfügung gestellt werden können.
Wirft man tagsüber einen Blick auf die Parkflächen der Rastplätze findet man immer viel freien Parkraum. Unter der Woche, in der Zeit zwischen 20.00 Uhr abends und 8.00 Uhr morgens sind LKW-Parkplätze absolute Mangelware, denn die Fahrer müssen spätestens nach 9 bis 10 Stunden Fahrt eine längere Ruhepause einlegen. Allerdings stellt man bei genauerer Analyse fest, dass auch in diesen Zeiten der Parkraum an den Autobahnrastplätzen nicht zu 100 % belegt ist. Zählungen zeigen, nur 85 bis 90% der Stellplätze sind tatsächlich belegt, die 10 bis 15 % freien Plätze werden von den Fahrern nicht gesehen oder gefunden. Die Ursachen hierfür sind vielfältig.
Glücksspiel Parkplatzsuche
Parkende LKW, Bäume und Gebäude nehmen die Sicht auf die Parkflächen und machen es dem Fahrer schwer, sich in kurzer Zeit einen Überblick zu verschaffen und die freien Stellplätze zu sichten. Aber diese Übersicht ist bei der Parkplatzsuche an Tank- und Rastanlagen wichtig, denn die Fahrer müssen sich bereits auf der Zufahrt zum Parkplatz für eine Fahrgasse entscheiden. So wird die Parkplatzsuche oft zum Glücksspiel mit schlechten Chancen. Bei einem Parkplatz mit drei Zufahrtsgassen und freiem Parkraum in nur einer Gasse liegt die Wahrscheinlichkeit, dass der Fahrer die richtige Fahrgasse mit einem freien Stellplatz wählt bei lediglich 33%. Wendemöglichkeiten sehen diese Parkplätze nicht vor. Wählt der Fahrer die falsche Parkgasse ist er gezwungen zum nächsten, oft viele Kilometer entfernten Parkplatz zu fahren, um erneut sein Glück zu suchen.
Die Folge dieser misslichen Situation; der Parksuchverkehr nimmt zu, die Fahrer weichen abseits der Autobahn in Industrie- oder gar Wohngebiete aus, um ihre Ruhepausen einzuhalten.
Parkraum optimal nutzen
Neuen Parkraum zu schaffen braucht viel Zeit, Geld und Fläche. Wesentlich wirtschaftlicher ist es, die vorhandenen Ressourcen von 40.000 Stellplätzen auf Tank- und Rastanlagen sowie Autohöfen besser zu nutzen und den vorhandenen Parkraum optimal mit 99% anstatt bisher mit lediglich 85 bis 90% zu nutzen. So finden zusätzlich 4000 bis 6000 LKW in den Spitzenzeiten einen Stellplatz an den Autobahnen.
Auf der Basis der innovativen Magnetfeldsensorik hat die ASSIT GmbH zukunftweisende Parkkonzepte für Tank- und Rastanlagen entwickelt. Das Hauptproblem der LKW-Fahrer bei der Suche eines Parkplatzes ist das rechtzeitige Aufspüren eines freien Stellplatzes. An diesem Punkt setzt das ASSIT-Konzept an.
Mit Magnetfeldsensoren, die unter der Parkfläche installiert sind, lassen sich alle Stellplätze eines Parkplatzes hinsichtlich ihrer Belegung permanent überwachen. In den Zufahrtsbereichen zu den Parkzonen installierte Lichtsignalanlagen und Parkplatzanzeiger geben die Information, wo Stellplätze frei sind, an die Fahrer weiter. Dabei ist es ausreichend, den Weg zur Fahrgasse mit den freien Plätzen anzuzeigen. Das System ist einfach, aber sehr wirkungsvoll und beruht auf der innovativen Magnetfeldsensortechnologie. Da die Sensoren jeden einzelnen Stellplatz erfassen und registrieren, ob er frei oder belegt ist, kann der gesamte Parkplatz optimal bis an die 100%-Grenze ausgelastet werden. Solange auch nur ein Stellplatz im gesamten Parkbereich frei ist, erkennt das System diesen Platz und weist dem Fahrer zuverlässig den Weg zur richtigen Fahrgasse. Anderenfalls zeigt das System, dass alle Stellplätze belegt sind.
Weil das Parkleitsystem mit Magnetfeldsensorik äußerst verlässlich arbeitet und die Sensoren mit einer Sicherheit von 99,9% erkennen, welcher Platz besetzt oder frei ist, genießt es schnell eine hohe Akzeptanz. Und dass dieses Parkleitsystem von den Autofahrern gut angenommen wird und zuverlässig arbeitet, hat es vielfach auf innerstädtischen Parkflächen und in Parkhäusern bereits unter Beweis gestellt.
Herzstück des Parkleitsystems sind die Magnetfeldsensoren, die unter jedem Stellplatz in bis zu 100 cm Tiefe installiert werden. Sicher geschützt vor Schnee, Regen Verkehrsbelastungen und Vandalismus erfassen die empfindlichen Sensoren jede Veränderung des Erdmagnetfelds in ihrem Erfassungsbereich. Belegt ein LKW einen Stellplatz, verändert sich das von den Sensoren erfasste Magnetfeld so deutlich, dass die Sensoren es mit höchster Genauigkeit erkennen. Da die Sensoren auch weit unter der Tragschicht installiert zuverlässig messen, können sie auch in bestehenden Rastanlagen über Vertikalbohrungen zielgenau platziert und wieder vergossen werden. Aufwendige Aufgrabungen in der Parkfläche sind in der Regel nicht notwendig.
Schnelle Lösung
Da diese Parkleitsysteme ohne zeitaufwendige Planfeststellungsverfahren auskommen, sehen Verkehrsexperten in diesem Konzept die Möglichkeit, das Parkplatzproblem an Autobahnen bundesweit kurzfristig, schnell und wirtschaftlich zu entschärfen. Neben einer zeitnahen Umsetzung sprechen für das Konzept der ASSIT auch noch eine deutlich effizientere Nutzung vorhandener Anlagen, der Verzicht auf weiteren Flächenverbrauch und nicht zuletzt die kostengünstige Realisierung.
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