Cluster Neue Werkstoffe

Cluster-Treff im House of Tests

Potenziale für Werkstoffentwicklungen im Sportbereich

Nachbericht

In Zusammenarbeit mit dem in Garmisch-Partenkirchen angesiedelten Kompetenzzentrum Sport Gesundheit Technologie lud der Cluster Neue Werkstoffe am 22. Mai 2009 zum Cluster-Treff „Potentiale für Werkstoffentwicklungen im Sportbereich“ ein.

Das Kompetenzzentrum unter Leitung von Professor Veit Senner bündelt Kompetenzen aus unterschiedlichsten Sportdisziplinen, in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Sportwissenschaften der TU München. Zentraler Bestandteil der Veranstaltung mit rund 30 Teilnehmern war das „House of tests“, einer Aktivität des Kompetenzzentrums. Christoph Ebert, Leiter des „House of tests“, stellte anhand von gerade abgeschlossenen Testreihen für Ourdoorjacken die Methoden und die Ergebnissverwertung der Probandentests vor.

Das angebotene Testprogramm bedient sowohl Hersteller, als auch Medien und Kunden mit belastbaren und wissenschaftlich abgesicherten Daten für den Vergleich von Sportprodukten. Wie wichtig derartige Tests sind, unterstrich auch der Vortrag von Andy Schimeck, Geschäftführer der Marmot Mountain Europe GmbH. Für Marmot sind zuverlässige Aussagen über Kundenbedürfnisse und –bewertungen für Innovationen im Umfeld des Bergsportes enorm wichtig. Dass auch im Sportbereich Innovationen oftmals auf Werkstofftechnologien beruhen, zeigte der Vortrag von Oliver Kipf, von der CG Tec GmbH. Neben den Potentialen von Faserverbundwerkstoffen für den Fahrradbau können sportphysiologische Erkenntnisse oft nur mit geeigneten Werkstoffen in Sportgeräte übertragen werden.

Als Beispiel wurde der „Flexi-Bar“ vorgestellt, der von CG Tec im Pultrusionsverfahren aus einem speziellen Glasfasermaterial hergestellt wird. Die Teilnehmer durften dieses Sportgerät auch gleich im Selbstversuch testen. Wie sich in der angeregten Diskussion zeigte, stehen dem breiten Einsatz von Kohlefaserverbundwerkstoffen im Sportbereich häufig die geringe Bruchdehnung der Fasern, das mangelhafte Impaktverhalten und die ungenügende Drapierfähigkeit der Halbzeuge entgegen. Gerade für die ersten beiden Nachteile sind Elastomerverbundmaterialien ein Ausweg, wie Judith Zahn von den Gummiwerken Kraiburg eindruckvoll aufzeigte. Neben Einsatzmöglichkeiten im Wasser- und Flugsport, wurde anhand eines Rennrades und mit zahlreichen Demonstratoren aufgezeigt, welches Potential im Direktverbund aus Gummi und Faserverbundwerkstoff steckt.

Die Teilnehmer ließen sich daher auch die Gelegenheit nicht entgehen, anhand der Demonstrationsobjekte angeregt über Kooperationsmöglichkeiten und Innovationen zu diskutieren.

 
Seite bookmarken ...
Diese Veranstaltungen könnten für Sie von Interesse sein:
22.-24.05.2012, Messe Nürnberg
SENSOR + TEST 2012
Gemeinschaftsstand Bayern Innovativ
19./20.06.2012, Juliusspital, Würzburg
Kleben von Holz und Holzwerkstoffen
Kooperationsforum
10.07.2012, Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg
4. Bayerischer Werkstoffabend
25.07.2012, TU München, Garching
Erfolgreich durch Vernetzung
Cluster-Kongress
27./28.09.2012, Dresden
4. Anwendertagung Textilbeton
Tagung