

Trotz der allgemeinen Wirtschaftsflaute hat sich die Geschäftslage im bayerischen
Zimmererhandwerk bei den privaten Auftraggebern bislang überwiegend stabil entwickelt.
Der derzeit vielfach spürbare Umsatzeinbruch infolge der Weltwirtschaftskrise ist bei den
Holzbauern und Dämmfachleuten bislang nicht mit voller Wucht angekommen. Rückgänge
werden frühestens ab Mitte des Jahres erwartet.
Festzustellen ist aber nach wie vor, dass es regional zu starken Schwankungen kommt. Insbesondere im Vergleich zwischen den Einzugsbereichen der bayerischen Großstädte und dem ländlichen Raum ist dieser Zustand anzutreffen. Gerade in letzteren Regionen ist daher neben der Politik auch die öffentliche Hand gefordert: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt um energetische Maßnahmen an öffentliche Gebäuden wie z.B. Kindergärten, Rathäusern, Landratsämtern durchzuführen. Holzbau und Dämmungsmaßnahmen sind keine Aufgaben die ausschließlich im Hochsommer durchgeführt werden können. „Diese Arbeiten“, so der Obermeister der Zimmererinnung Rosenheim und gleichzeitig Präsidialmitglied des Landesinnungsverbandes des
Bayerischen Zimmererhandwerks Peter Aicher, „können das gesamte Jahr von unseren
Betrieben erbracht werden. Durch Einbeziehung der kalten Jahreszeit entspannt sich zudem der Leistungsdruck während des Sommers und verfestigt sich die Beschäftigungslage im ländlichen Raum.“
Leider hat das Zimmererhandwerk auch heute immer noch mit dieser veralteten Auffassung
der Auftragsvergabe vieler ausschreibenden kommunalen Stellen zu kämpfen. Auch der
schleppende Wohnungsbau und die recht schwache Investitionsbereitschaft der öffentlichen Hand machen dem Zimmererhandwerk als Energieeinsparbranche zu schaffen.
Damit die Baukonjunktur in diesem Bereich kurzfristig in Schwung kommt, muss die Bundesregierung nach den Worten des Hauptgeschäftsführers des Landesinnungsverbandes des Bayerischen Zimmererhandwerks Alexander Habla jetzt ein paar deutliche Impulse geben. Dazu zählen steuerliche Anreize wie ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz auf arbeitsintensive Bauleistungen bei energetischer Sanierungen im Wohnungsbau und eine Erhöhung der degressiven Abschreibung im Mietwohnungsbau. Außerdem müsse der Steuerbonus für Handwerksleistungen erheblich verbessert werden, so Habla weiter.
Zudem steckt im Holzbau ein erheblicher Anteil an Umweltentlastung. Wer die CO2 Belastung aktiv bekämpfen will baut in Holz, speichert damit große Teile dieses Klimakillers und hat zudem noch hohen Wohnkomfort.
Kontakt:
Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks
Alexander Habla
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