
Konsumgüterunternehmen müssen nahe am Konsumenten operieren, dessen Lebensumfeld mit der Geographie sehr stark variiert. Trotzdem lassen sich globale Tendenzen aufzeigen, die den Gestaltungsspielraum solcher Unternehmen definieren helfen können, z.B.:
Ein neuer Inhaltsstoff alleine reicht für ein neues Produkt keinesfalls aus, vielmehr muß dieses ein Gleichgewicht aus Funktionalität, Geschmack, Komfort darstellen und sich in die normalen Eß- und Lebensgewohnheiten des Konsumenten einpassen.
Die Entwicklung der vergangenen Jahre, die uns zwar eine Vielzahl von Produkten basierend auf einer vergleichsweise kleinen Zahl an aktiven Inhaltsstoffen beschert hat, zeigt deutlich, dass neue Entwicklungsstrategien für eine höhere Erfolgsquote sorgen müssen. Dazu ist es unerlässlich die Anstrengungen in die Erforschung der molekularen Grundlagen zu verstärken. Neben die rein deskriptive und an akzeptierten Biomarkern ausgerichtete Forschung muß die mechanistische treten.
Der pharmakologische ‚ADME’ Begriff, der eine in den Körper aufgenommene Substanz, sei sie nun Nahrung oder Pharmakon, unter den Aspekten Absorption, Verteilung, Metabolismus und Ausscheidung betrachtet kann dabei wirkungsvoll als „Filter“ in die Stoffsuche eingebracht werden, denn erst aus der Kenntnis um systemisch zirkulierende Metaboliten erschließt sich auch der Wirkmechanismus. Umgekehrt werden aus dem Wissen, welches die stets wachsenden Gebiete der Systembiologie und der massiv parallelen Analysentechniken mit dem Suffix ‚omics’ hervorbringen, in naher Zukunft neue Interventionsmöglichkeiten erwachsen.
Forschungsanstrengungen, die zu einem besseren Verständnis auf molekularer Ebene führen, werden den Abstand zu den Nachahmerprodukten vergrößern und die Exklusivität von Markenprodukten auf diesem Gebiet wahren.
Es ist der Konsument, der davon nachhaltig profitieren wird: durch Produkte die halten was sie versprechen, die wirksam sind und deren mögliche Gefahren bei unsachgemäßem Gebrauch bestens erforscht und offengelegt sind.