Symposium

Logistik Innovativ 2008

07./08. Mai 2008, Prien am Chiemsee/Aschau

Waren- und Datentransporte der Zukunft im Visier

  • Nachhaltige Verkehrskonzepte – regional, national, international
  • Trends der intermodalen Logistik – Wasser-Schiene-Straße
  • Neue Technologien für optimierte Logistikprozesse
  • Staatsempfang durch Bayerns Wirtschaftsministerin Emilia Müller


Nürnberg/Prien, 19. Mai 2008. „Logistik Innovativ“ gilt seit der ersten Ausrichtung
im Jahr 2000 als Süddeutschlands bedeutendster Kongress für Entscheider aus
allen Bereichen der Logistikbranche. Auch 2008 fanden Aktualität und
internationale Ausrichtung des im Zweijahres-Rhythmus ausgetragenen
Symposiums wieder Zustimmung weit über die Grenzen Bayerns hinaus: Die
Bayern Innovativ GmbH und ihr Partner Logistik Kompetenz Zentrum Prien
konnten rund 240 Teilnehmer aus 5 Nationen an den beiden Tagungsstätten in
Aschau und Prien am Chiemsee begrüßen.

Im Fokus von „Logistik Innovativ 2008“ standen aktuelle Trends und Entwicklungen
für eine nachhaltige Logistik im globalen Marktgeschehen. Anhand von 20
Fachvorträgen aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik wurden
jüngst realisierte Logistikkonzepte vorgestellt und zukünftige Potenziale aufgezeigt.
„Transportlogistik: Effizient – Nachhaltig – Global“ lautete der Leitfaden des ersten
Kongresstages. Führende Vertreter der bayerischen, deutschen und europäischen
Wirtschafts- und Verkehrspolitik stellten in der Festhalle Aschau die
Rahmenbedingungen für den weiteren Ausbau der Verkehrsträger Wasser,
Schiene und Straße vor. Unternehmer und Wissenschaftler präsentierten aktuelle,
auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene optimal umgesetzte
Logistikkonzepte. In diesem Kontext betonte Bayerns Wirtschafts- und
Verkehrsstaatssekretär Markus Sackmann die Bedeutung der Logistik für die
wirtschaftliche Entwicklung des Freistaats. Wegen seiner zentralen Lage und
Gateway-Funktion in Europa werde Bayern auch weiterhin einen bedarfsgerechten
Verkehrswege-Ausbau verfolgen. Um der Branche zusätzliche Impulse zu
verleihen werde verstärkt in den Logistik-Aus- und Weiterbildungsbereich investiert.
In diesem Zusammenhang betonte der Staatssekretär auch die positive
Entwicklung des Clusters Logistik.

Weitere politische Akzente setzen unter anderem Karin Roth, Parlamentarische
Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, die
die Bedeutung der See- und Hafen-Hinterlandverkehre für die Warentransporte in
Europa hervorhob. Dr. Gerhard Gütlich, Sektionschef im österreichischen
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie stellte den Nationalen
Aktionsplan Österreichs für die Donauschifffahrt vor, Edgar Thielmann, Direktor,
DG Energie und Verkehr, Europäische Kommission,
erläuterte die
Verkehrspolitik TEN-V der EU. Diese sieht vor, europäische Ost-West und Nord-
Süd-Achsen gezielt zu fördern.

Aus Sicht der Wirtschaft erläuterte Eckart Fricke, Vorstandsmitglied der Railion
Deutschland AG, Strategien und Herausforderungen im internationalen
Güterverkehr. „Potenziale erschließt vor allem die Erweiterung der Verkehrsnetze
und die Ausrichtung auf die Bedürfnisse einzelner Wirtschaftsbranchen“, so Fricke.
Deutlich belege dies die strategische Ausrichtung der Bahn-Tochter auf die
Automobilwirtschaft mit weltweit vernetzter Produktion und dem daraus
resultierenden Bedarf an logistischen Zusatzdienstleistungen. Beste Perspektiven
böten diesbezüglich die Märkte Russland, Indien und USA. Angesichts des
weiterhin massiv steigenden globalen Verkehrsaufkommens appellierte Prof. Peter
Klaus,
Lehrstuhl für BWL und Logistik der Friedrich-Alexander-Universität
Erlangen-Nürnberg, Leiter der Fraunhofer ATL und Sprecher des Clusters Logistik
daran, auch mit „Querdenken“ und Kreativität neue Lösungen zu suchen.

Effiziente Lkw und Technologien

Bei der Vertiefung des Themenblocks am Nachmittag des ersten Kongresstages
verdeutlichte Bernhard Simon, Sprecher der Geschäftsführung der DACHSER
GmbH & Co. KG, welche Optimierungsmöglichkeiten für die Transport- und
Kontraktlogistik sich aus der genauen Analyse der Logistikbilanz der Verlader
ergeben. Dass verschiedene Märkte unterschiedliche Antriebskonzepte für Lkw
erfordern, erläuterte Dr. Carsten Intra. Der Leiter der Geschäftseinheit Schwere
Lkw der MAN AG betonte aber auch, dass LKW-Dieselmotoren noch erhebliche
Effizienzsteigerungspotenziale aufweisen. Prof. Hartmut Zadek, Lehrstuhl für
Logistik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, beleuchtete im Anschluss
die logistischen Prozessabläufe internationaler Flughäfen. Dort mangelt es in vielen
Fällen unter anderem an einer effizienten Planung von Arbeitskräften und –zeiten.
Vorträge über Potenziale der Containerbinnenschifffahrt, die Reduzierung von
LKW-Fahrten in der Schweiz durch das Eisenbahntunnelprojekt NEAT sowie das
europäische Projekt AlpFRail zur Optimierung des grenzüberschreitenden
Schiengüterverkehrs rundeten den ersten Kongresstag ab.

Unter dem Motto „Prozesse - Technologien – Transparenz“ startete der zweite
Kongresstag im Yachthotel Prien. Beleuchtet wurden Möglichkeiten des effizienten
Ressourceneinsatzes und neue Logistik-Technologien. Prof. Dr.-Ing Uwe
Clausen
, Institutsleiter Fraunhofer IML, gewährte Einblicke in die Potenziale des
europäischen Satellitennavigationsprogramms Galileo. „Galileo wird in der
Logistikbranche einen bedeutenden Schub für „SatNav“-basierte Anwendungen
auslösen“, so Prof. Clausen. Einen vermeintlich ungewöhnlichen Weg zur Lösung
der Lkw-Parkplatzknappheit auf Autobahnen eröffnet die von Dr. Thomas
Hundesrügge, Geschäftsführender Gesellschafter der ASSIT GmbH, vorgestellte
Erdmagnetfeldsensorik. „Viele Transporteure wären bereit, Geld zu bezahlen, wenn
ihre Fahrer mit Hilfe dynamischer Lkw-Parkleitsysteme gezielt freie Parkplätze
anfahren und so die Ruhezeiten einhalten könnten“, so Dr. Hundesrügge.

Möglichkeiten der Lager- und Transportoptimierung mit – aber auch ohne – die
Zukunftstechnologie RFID stellten Vertreter der Firmen LOCANIS AG, Indyon
GmbH, smart-TEC GmbH & Co. KG, Siemens AG, GROUP 7 AG und der Axxom
AG vor. Dass IT-Systemintegrationen für die Intralogistik sowie Innovationen zur
Kundenbindung entlang der Supply Chain innovations- und technologiegetrieben
sind, wurde dabei ebenso deutlich, wie die vielschichtigen Prozesse in
Flughafenterminals, die erforderlich sind, um das Gepäck der Kunden sicher ans
Ziel zu bringen.

„Königlicher“ Staatsempfang

Einen Höhepunkt des Symposiums „Logistik Innovativ“ bildete auch im Jahr 2008
der traditionelle Staatsempfang im Spiegelsaal des einstigen Königsschlosses
Herrenchiemsee, zu dem Bayerns Wirtschaftsministerin Emilia Müller am Abend
des ersten Kongresstages Kongressteilnehmer und Repräsentanten der Region
eingeladen hatte. Die Überfahrt per Schiff und die historische Atmosphäre des
Schlosses boten bei prächtigem Wetter beste Gelegenheiten, die Erfahrungen zu
vertiefen und Kontakte für künftige Partnerschaften zu knüpfen.

Weitere Pressemitteilungen, druckfähiges digitales Bildmaterial, ein filmisches
„Best of“ und das ausführliche Kongressprogramm finden Sie selbstverständlich
auch im Internet:

www.bayern-innovativ.de/logistik-innovativ08

Logistik Innovativ wurde konzipiert von Bayern Innovativ, der Gesellschaft für
Innovation und Wissenstransfer, in enger Zusammenarbeit mit dem Logistik
Kompetenz Zentrum Prien am Chiemsee und mit besonderer Unterstützung des
Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und
Technologie.

 

 

 

Ansprechpartner für Pressefragen
Christoph Kirsch
Tel.: +49 911-20671-151
Fax: +49 911-20671-5151

Fachlicher Ansprechpartner 
Marc Lügger
Tel. +49 911-20671-169
Fax +49 911-20671-766

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