

Martin Zeil
Bayerischer Staatsminister
für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
Innovationen sind essenziell für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Neuen Materialien kommt dabei eine besondere Querschnittsbedeutung zu, denn sie ermöglichen richtungsweisende
Neuentwicklungen in nahezu allen Branchen.
Bayern steht in dieser Querschnittstechnologie mit rund einer Million Beschäftigten in 4.000 Betrieben sowie einer ausgeprägten werkstofftechnischen Kompetenz in Wissenschaft und Hochschulen in der internationalen Spitzengruppe.
Insbesondere im Feld der Leichtbaumaterialien wie den Faserverbundwerkstoffen oder relevanten Metallen wie Aluminium und Magnesium verfügt Bayern über hervorragende Kompetenzen
in Wirtschaft und Forschung. Chancen für neue Entwicklungen eröffnen sich dabei in verschiedensten Stufen der Wertschöpfung, von der Materialzusammensetzung, über die Prozesstechnik bis hin zu spezifischen Anwendungen. Beispiele hierfür sind partikelverstärkte
Leichtmetalle mit maßgeschneiderten Eigenschaften, Infusionsverfahren zur Herstellung ultraleichter Hochleistungskomponenten und Faserverbundlösungen für schnell bewegte
Teile im Maschinenbau.
Für den Ausbau dieser Spitzenstellung unterstützt die Bayerische Staatsregierung den Standort Augsburg mit einer breit angelegten Offensive im Bereich der Faserverbundtechnologien und der
Mechatronik. Zentrale Elemente werden der Aufbau eines DLR Zentrums für Leichtbau-Produktionstechnologie sowie zwei Fraunhofer-Projektgruppen für funktionsintegrierten Leichtbau
und für Effizienz steigernde mechatronische Systeme sein.
Gerade Innovationen im Werkstoffbereich erfordern bereits im frühen Stadium eine enge und zielgerichtete Zusammenarbeit über Technologien und Branchen hinweg, denn die Eigenschaften
eines Bauteiles sind häufig untrennbar mit den Herstellverfahren verbunden.
Zielsetzung der Cluster-Offensive der Bayerischen Staatsregierung ist eine noch intensivere Vernetzung von Kompetenzträgern in Wirtschaft und Wissenschaft zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.
Vor diesem Hintergrund konzipiert die Bayern Innovativ GmbH, verantwortlich für das Management der Cluster Automotive und Neue Werkstoffe, gemeinsam mit dem Carbon Composites e. V. das neunte Symposium „Material Innovativ 2010“, mit Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie.
Das Programm konzentriert sich in seiner branchenübergreifenden Ausrichtung auf neueste Faserverbundmaterialien und Hightech-Metalle sowie effiziente Herstellungsprozesse für Anwendungen in der Automobilindustrie und im Maschinenbau.
In Verbindung mit der begleitenden Ausstellung bildet dieser Innovationskongress eine attraktive Plattform für die Präsentation aktueller Entwicklungen und für die Anbahnung neuer Netzwerkkontakte für zukünftige Kooperationen, von individuellen Vorhaben bis hin zu Verbundprojekten.
Ich wünsche dem Symposium „Material Innovativ“ einen erfolgreichen Verlauf und lade Sie herzlich zur Teilnahme ein.
Martin Zeil
Bayerischer Staatsminister
für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie